Ausflugslokal in Berlin-Zehlendorf : In den Wannsee-Terrassen wird der Kaffee kalt

Die berühmte Gaststätte mit dem Panoramablick über den Wannsee sollte eigentlich im vorigen Frühjahr neu eröffnen, kehrt aber wohl erst 2015 zurück.

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Auf ein Neues. Im Oktober 2013 wurde das Richtfest für die Wannsee-Terrassen gefeiert. Das Original war 2001 ausgebrannt. Foto: Thilo Rückeis
Auf ein Neues. Im Oktober 2013 wurde das Richtfest für die Wannsee-Terrassen gefeiert. Das Original war 2001 ausgebrannt.Foto: Thilo Rückeis

Das Interesse der Berliner an der Neueröffnung der vor 13 Jahren abgebrannten Wannsee-Terrassen mit dem berühmten Panoramablick aufs Wasser ist groß. Immer wieder fragen Leser des Tagesspiegels und des Zehlendorf-Blogs nach, ab wann sie das Zehlendorfer Ausflugslokal neben dem Strandbad Wannsee besuchen können. Doch nun hält es Bauherr Harald Huth für möglich, dass dies bis zum Frühjahr 2015 dauert. Das wäre ein Jahr später als beim Richtfest im vorigen Oktober angekündigt.

Der Neubau im „englischen Landhausstil“ sei an sich fertig, sagte eine Sprecherin, doch der Pächter beginne nun erst mit der Inneneinrichtung. Diese könne drei bis vier Monate dauern. Den Namen des Wirts dürfe man noch nicht nennen, der Eröffnungstermin sei dessen Sache.

Das Ausflugslokal Wannsee-Terrassen kehrt zurück
So lässt sich's leben. Der Neubau der Wannsee-Terrassen lockte schon am Eröffnungstag viele Besucher an, darunter einige Stammgäste des Ende 2001 abgebrannten Originals. Foto: Thilo RückeisWeitere Bilder anzeigen
1 von 14Foto: Thilo Rückeis
10.04.2015 20:52So lässt sich's leben. Der Neubau der Wannsee-Terrassen lockte schon am Eröffnungstag viele Besucher an, darunter einige...

Eine Ausflugsgaststätte im Herbst aufzumachen, entspräche jedenfalls nicht unbedingt den Gepflogenheiten in der Gastronomie. Anscheinend hat die schwierige Suche nach einem Betreiber zu der Situation beigetragen. Dem Vernehmen nach waren mehrere potenzielle Pächter wieder abgesprungen.

Auf dem 8500-Quadratmeter-Grundstück soll es 350 Sitzplätze im Inneren geben und 500 im Freien. Huth hatte das Areal vor neun Jahren für 400 000 Euro erworben. Er investiert mehrere Millionen Euro und verspricht ein „Traumcafé“. Eigentlich ist es ein untypisches Projekt für den gebürtigen Hamburger, der in Berlin als Bauherr von Shoppingcentern bekannt geworden ist. Mit dem berühmten Lokal wolle er der Stadt nach seinem beruflichen Erfolg „etwas zurückgeben“, hatte Huth sein Engagement beim Richtfest begründet, es gehe um „ein Stück Kultur“.

Mit Verspätungen kämpft der Investor auch am Leipziger Platz in Mitte, wo er im Mai die geplante Eröffnung des Einkaufszentrums „Mall of Berlin“ wegen Bauverzögerungen und Brandschutzproblemen absagen musste. Jetzt soll es dort im Laufe des Septembers losgehen.

Der Autor ist Reporter im Tagesspiegel-Ressort Berlin-Brandenburg. Der Text erscheint auf dem Zehlendorf Blog, dem Online-Magazin der Zeitung.




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