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Berlin-Lankwitz : Linksextreme wollen Schule verwüstet haben

"Wir widmen diesen Abi-Streich Innensenator Henkel". Diese Formulierung taucht bei Indymedia auf, nachdem das Beethoven-Gymnasium schwer beschädigt worden ist. Am Dienstag soll wieder Unterricht stattfinden.

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Notlösung. Wie es für die übrigen Schüler weitergeht, ist noch unklar.
Notlösung. Wie es für die übrigen Schüler weitergeht, ist noch unklar.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Nachdem Unbekannte das Beethoven-Gymnasium in Lankwitz unter Wasser gesetzt haben, ist nun ein Bekennerschreiben aufgetaucht – und zwar auf dem linksextremen Internetportal „Indymedia“.

„Wir widmen diesen Abi-Streich Innensenator Henkel und all seinen Schergen “, heißt es mit Verweis auf die Randale an der Rigaer Straße. Ob der Urheber („autonome Abiturient*innen“) echt ist, ist unklar. Die Schulleiterin des Gymnasiums, Gunilla Neukirchen, geht von Trittbrettfahrern aus. Die Verfasser des Schreibens prahlten fälschlicherweise damit, die Toiletten zum Überlaufen gebracht zu haben.

Wie berichtet, wurden die Schüler am Freitag früher nach Hause geschickt, eine Abi-Feier wurde verlegt. Im zweiten Stock des Gebäudes waren laut Polizei Abflüsse zweier Waschbeckens mit Papierhandtüchern und einem Frotteehandtuch verstopft und die Wasserhähne aufgedreht worden.

Die Abiturfeier, die am Freitag in der Aula geplant war, wurde in eine Lankwitzer Kirche verlegt; ein Konzert, das am Montag stattfinden sollte, wurde abgesagt. Am Dienstag soll wieder nahezu regulär Unterricht stattfinden, teilte Neukirchen am Montag mit. „Nur drei oder vier Räume sind noch gesperrt“, sagte Schulleiterin Gunilla Neukirchen auf Anfrage. Dort befinde sich noch Wasser in den Zwischendecken. Wer in der Nacht zum Freitag das Wasser an zwei Waschbecken aufgedreht und die Abflüsse verstopft hatte, sei noch unklar. Auch über die Schadenshöhe gebe es noch keine Gewissheit, so Neukirchen.

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