Berlins BER-Schule in Steglitz-Zehlendorf : Ein Thriller zum Schulbeginn

Nach vierjährigen Bauarbeiten ist die Lichterfelder Max-von-Laue-Schule noch immer nicht richtig bezugsfertig. Die Schulstädträtin rettet die Lage mit einer Aktion der besonderen Art.

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Sondervorstellung: Die Schüler können den neuen Thriller mit Scarlett Johansson ansehen.
Sondervorstellung: Die Schüler können den neuen Thriller mit Scarlett Johansson ansehen.Foto: Universal Pictures Germany/dpa

Das Schulamt von Steglitz-Zehlendorf spendiert 300 Schülern der Max-von–Laue-Schule eine Kinovorstellung im Titaniapalast, weil die Schule am Montag noch nicht nutzbar ist. Das teilte Bildungsstadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) am Freitag nach einem Rundgang durch die Schule mit. Das Angebot gilt für die Acht- bis Zehntklässler. Die Siebtklässler können zur Einschulungsfeier die neue Aula nutzen.

Sondervorstellung mit Scarlett Johanssens neuestem Film

Wie berichtet, war die Schule nach vierjährigen Bauarbeiten noch am Dienstag in einem chaotischen Zustand: Stolperfallen, Dreck, fehlende Urinale und ein zugewucherter Schulhof gehörten zu den Mängeln. Erst seitdem die Zustände im Tagesspiegel öffentlich wurden, hätten sich die Aktivitäten auf der Baustelle merklich verstärkt, so dass die Bauaufsicht das Gebäude am Freitag freigeben konnte, sagte Schulleiter Günther Schrenk. Zuvor hatten Lehrer schon vom „kleinen BER“ gesprochen. Für die Sondervorstellung am Montag hat Schulsekretärin Brigitte Knoblich den neuen Thriller „Lucy“ mit Scarlett Johansson ausgesucht. "Natürlich" sei der Film für Kinder ab zwölf Jahren frei gegeben. Er soll auch später im Unterricht ausgewertet werden. Am Dienstag ist Wandertag, ab Mittwoch werden dann Lehrer und Schüler ihre Räume fertig herrichten.

Bald kann es losgehen. Die neuen Möbel stehen größtenteils bereit.
Bald kann es losgehen. Die neuen Möbel stehen größtenteils bereit.Foto: Susanne Vieth-Entus

Einige Jungentoiletten bleiben gesperrt

Am Freitag hatten die Lehrer ihren ersten Schultag. Durch die großen Putz- und Bauaktivitäten der letzten Tage sei der Start gut verlaufen, sagte Schrenk. Vor allem seien die Kollegen von dem schönen neuen Lehrerzimmer begeistert, dass sich unter dem ausgebauten Dach befindet. Er sehe nach dem "Chaos" der letzten Tage "Licht am Ende des Tunnels", sagte Schrenk.

Nicht alle Räume können aber kommende Woche zugänglich gemacht werden: So muss ein Physikraum verschlossen bleiben, weil sich nach einem Wassereinbruch Schimmel gebildet hatte. Einige Jungentoiletten bleiben gesperrt, weil die Urinale nicht rechtzeitig geliefert wurden.

Wie berichtet gibt es noch in weiteren Schulen des Bezirks bauliche Probleme zum Schulbeginn.

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