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Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf unterstützt Aktion " Mit dem Rad zur Arbeit" : Härtetest für die Radwege des Bezirks

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf nimmt teil an der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" - und Grüne und CDU zeigen sich einig, dass in Sachen Sicherheit beim Radfahren einiges im Bezirk passieren muss.

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Die Stadträtinnen Cerstin Richter-Kotowski, CDU, und Christa Markl-Vieto, Bündnis 90/Grüne, samt Fahrrädern neben ihren radelnden Kolleginnen und Kollegen
Die Stadträtinnen Cerstin Richter-Kotowski, CDU, und Christa Markl-Vieto, Bündnis 90/Grüne, samt Fahrrädern neben ihren radelnden...Foto: Raack

Fototermin Montag, Punkt Zwölf Uhr mittags, vor dem Haupteingang des Bezirksamts Zehlendorf: Grünen-Stadträtin Christa Markl-Vieto und CDU-Stadträtin Cerstin Richter-Kotowski stehen einträchtig nebeneinander, neben sich ihre Fahrräder, inmitten einem guten Dutzend Mitarbeitern des Bezirksamts und lächeln in die Kamera.

Das Bezirksamt will damit auf die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit", ins Leben gerufen vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), aufmerksam machen.

"Ich versuche, je nach Terminlage und Menge der Akten zwei- bis dreimal die Woche konsequent mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Das ist ein gutes Training und einfach eine ideale Bewegungsmöglichkeit, ohne Sportstudio und ohne dafür extra einen Termin machen zu müssen", sagt Christa Markl-Vieto dem Tagesspiegel-Zehlendorf. "Deshalb aber brauchen wir dringend bessere Fahrradwege. Der Zustand der Radwege im Moment ist allenfalls noch dafür geeignet, mit dem Rad zum Einkaufen um die Ecke zu fahren. Aber auch eine Strecke von sechs oder acht Kilometern und mehr möchte man ebenfalls störungsfrei fahren, so wie wenn man sich ins Auto setzt."

Richter-Kotowski: "Es bleibt viel zu tun."

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schreibt für den Tagesspiegel und für Tagesspiegel Steglitz-Zehlendorf. Folgen Sie Maike Edda Raack auch auf Twitter. Weitere Texte von Maike Raack finden Sie hier.

Es sei nicht akzeptabel, dass Fahrradwege im Sommer nicht repariert und im Winter nicht geräumt werden. Man dürfe sich nicht mit dem Fahrrad ständig in Lebensgefahr begeben, weil die Radwege zu schlecht oder zu dicht an der Straße liegen. Daher freue sie sich, dass Koalitionspartnerin CDU, die bislang neue und bessere Fahrradwege und Fahrradstellplätze im Bezirk eher verhindert habe, mit Cerstin Richter-Kotowski bei der Aktion mitmache. "Wir hoffen, dass sich Frau Richter-Kotowski, wenn sie Bezirksbürgermeisterin wird, dann auch für bessere Radwege einsetzt."

Es sei wichtig, dass entsprechende Voraussetzungen für das sichere Radfahren geschaffen würden, sagt auch Cerstin Richter-Kotowski gegenüber dem Tagesspiegel-Zehlendorf. Sie denke da an den geplanten Fahrrad-Highway oder an die Diskussion über ein Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Wannsee (und Zehlendorf, Anm. d. Red.). "Das sind vernünftige Ideen und ein Anreiz für Pendler, auch mal auf das Auto zu verzichten", sagt Richter Kotowski. "Wer das Fahrrad schon nicht die gesamte Strecke zum Arbeitsplatz benutzt, dann vielleicht zumindest als "Zubringer"." Allerdings gehe es nicht nur um Fahrradwege, sondern etwa auch um sichere Abstellmöglichkeiten. "Es bleibt da noch viel zu tun."

Sie selber fahre übrigens "leider viel zu selten mit dem Fahrrad zur Arbeit", radle aber gerne privat am Wochenende durch den Bezirk.

Die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" läuft seit dem 1. Mai und dauert noch bis zum 31. August. Ziel der Kampagne ist es, durch mehr Bewegung im Alltag das Risiko von Herz-/Kreislauferkrankungen zu minimieren, und das Wohlbefinden aktiv zu stärken. Im Jahr 2015 haben sich laut ADFC bundesweit rund 150.000 Arbeitnehmer an der Aktion beteiligt. Sie legten dabei insgesamt 23,4 Millionen Kilometer zurück und sparten dadurch etwa 4,6 Millionen Kilogramm CO2.

Fahren Sie selbst auch viel mit dem Rad? Welche Radstrecken empfinden Sie dabei im Bezirk als besonders marode? Schreiben Sie gerne der Redaktion Steglitz-Zehlendorf.

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