BVV Steglitz-Zehlendorf: Neuer Bezirksstadtrat gewählt : Frank Mückisch folgt auf Norbert Schmidt

Frank Mückisch (CDU) ist zum neuen Bezirksstadtrat gewählt worden. 38 Bezirksverordnete sprachen sich für ihn aus, 13 dagegen, zwei enthielten sich. Er wird zum 1. Juli 2015 Norbert Schmidt (CDU) nachfolgen. Allerdings bekommt er ein neues Ressort: Bildung.

von und
Einer kommt und einer geht. Frank Mückisch (rechts) wird ab dem 1. Juli den langjährigen Stadtrat Norbert Schmidt beerben. Beide sind in der CDU.
Einer kommt und einer geht. Frank Mückisch (rechts) wird ab dem 1. Juli den langjährigen Stadtrat Norbert Schmidt beerben. Beide...Foto: Anett Kirchner

Frank Mückisch (CDU) ist am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Steglitz-Zehlendorf zum neuen Bezirksstadtrat gewählt worden. 38 Bezirksverordnete sprachen sich für ihn aus, 13 dagegen und zwei enthielten sich. Damit wird Mückisch zum 1. Juli 2015 die Nachfolge von Norbert Schmidt (CDU) antreten, der zum Ende des Monates in Rente geht und bis dahin noch als Bezirksstadtrat für Soziales und Stadtentwicklung zuständig ist. Welche Abteilungen der neue Bezirksstadt dann übernimmt und wie die Geschäfte künftig verteilt werden, soll offiziell in der Sitzung des Bezirksamtes Anfang Juli entschieden werden.

Neue Ressortverteilung ist ein offenes Geheimnis

Allerdings ist es ein offenes Geheimnis, dass es zu Ressortwechseln kommen wird. Mückisch wird das Ressort Stadtentwicklung abgeben und dafür das Ressort Bildung von Stadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) übernehmen, seine Parteikollegin wird dann wiederum für die Stadtentwicklung zuständig sein. Die Grünen haben dem, nach Informationen des Tagesspiegel-Zehlendorf, in der schwarz-grünen Zählgemeinschaft bereits zugestimmt. Die Gründe für diese Ressortwechsel sind allerdings vielfältiger Art, sie haben vor allem parteiinterne Gründe.

Justizsenator Thomas Heilmann soll nach dem Willen des Kreisvorstand der CDU Steglitz-Zehlendorf wieder Parteivize des Landesverbands werden.
Justizsenator Thomas Heilmann soll nach dem Willen des Kreisvorstand der CDU Steglitz-Zehlendorf wieder Parteivize des...Foto: Paul Zinken/dpa

Die Stadträtin will den amtierenden Bürgermeister Norbert Kopp (CDU) ablösen und hat dafür auch die Unterstützung von CDU-Kreischef und Justissenator Thomas Heilmann signalisiert bekommen. Das schwierige Thema Schule aber verträgt sich nicht mit einer guten Performance bei den Wählern. Im Gegenteil. Richter-Kotowski wird wiederum nicht mehr für den CDU-Landesvorstand kandidieren, sondern überlässt Heilmann den Platz. Der Kreischef unterstützt Richter-Kotowskis Streben ins Bürgermeisteramt vor allem deshalb, weil er seine bezirkliche Hausmacht mit den Stimmen ihres Ortsverbands und den Stimmen vom Ortsverband, den Frank Mückisch führt, ausbauen und festigen konnte.

Der gebürtige Berliner Frank Mückisch, Jahrgang 1956, lebt seit etwa 20 Jahren in Zehlendorf. Er ist der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Nikolassee, Schlachtensee und Krumme Lanke. Von 2003 bis 2011 war er bereits Bezirksverordneter in Steglitz-Zehlendorf, zuletzt Bürgerdeputierter im Ausschuss für Gesundheit. Der gelernte Bankkaufmann arbeitet seit etwa 25 Jahren bei der Deutschen Rentenversicherung Bund im Bereich Bildung.

Politisch Zuhause sieht er sich vor allem in den Bereichen Gesundheit und Soziales, wie er dem Tagesspiegel-Zehlendorf erzählte. „Ich möchte mich hier besonders für die Senioren einsetzen“, sagt Mückisch. Denn laut einer Studie zur demografischen Entwicklung würden in den nächsten Jahren etwa 30 Prozent der Menschen in Steglitz-Zehlendorf älter als 65 Jahre sein. „Das wird ein große Herausforderung für den Bezirk“, erklärt er.

Autoren




Liebe Leserinnen, liebe Leser,

willkommen im Tagesspiegel Steglitz-Zehlendorf. Unsere lokale Plattform ist offen für Debatten, die die Bürger in Steglitz und Zehlendorf bewegen. Auch direkt aus dem Kiez heraus, aktuell, bürgernah und kritisch. Gerne laden wir auch Sie ein, das Portal gemeinsam mit uns weiterzuentwickeln und zu befüllen; auch die gesellschaftlichen Gruppen und Multiplikatoren sind aufgerufen, eigene Diskussionsbeiträge zu verfassen. Wenn Sie Lust haben, eigene Texte zu liefern, oder Anregungen zu kommunalpolitischen Themen haben, schreiben Sie uns gerne an: steglitz.zehlendorf@tagesspiegel.de

Ihr Team von Tagesspiegel Steglitz-Zehlendorf

3 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben