Defekter Aufzug am S-Bahnhof Zehlendorf : 300 Unterschriften an DB übergeben

Der Aufzug am S-Bahnhof Zehlendorf funktioniert seit Monaten nicht. Nun wurden hunderte Unterschriften an die Bahn übergeben, um die Dringlichkeit deutlich zu machen.

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S-Bahnhof Zehlendorf: Der Aufzug vom und zum Bahngleis funktioniert seit Monaten nicht
S-Bahnhof Zehlendorf: Der Aufzug vom und zum Bahngleis funktioniert seit Monaten nichtFoto: Anett Kirchner

Ältere und kranke Menschen, Eltern mit Kindern oder Reisende mit viel Gepäck müssen seit Monaten die vielen Stufen vom und zum S-Bahngleis zu Fuß überwinden: Seit Juli 2016 funktioniert der Aufzug am S-Bahnhof Zehlendorf nicht mehr.

Von Seiten der Bahn hieß es, bis Anfang November sei der Fahrstuhl wieder in Betrieb, nun hängt seit Donnerstag eine neue Bekanntmachung am S-Bahnhof: Bis Ende November soll es nun dauern, bis S-Bahnfahrgäste wieder bequem per Lift ihre Züge erreichen oder vom Bahngleis nach unten kommen.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn teilt auf Anfrage des Tagesspiegel Steglitz-Zehlendorf mit, dass der Aufzug ausgetauscht werde. Weil aber Wasser von der Gleisseite in den Schacht gelaufen sei, müsse auch eine Schachtsanierung am S-Bahnhof Zehlendorf vorgenommen werden: "Dazu wird eine Spezialschicht aufgetragen, die entsprechend trocknen muss. Während dieser Zeit wird aber trotzdem weitergearbeitet und der Aufzug montiert. Aus diesen zusätzlichen Arbeiten und Umständen ergibt sich eine Verzögerung", so der Bahnsprecher. Normalerweise dauere dieser Austausch etwa acht Wochen, dies träfe aber "auf Zehlendorf nicht zu".

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Freitag Mittag hat nun Franziska Brychcy, stellvertretende Bezirksvorsitzende der Linken in Steglitz-Zehlendorf, mehr als 300 Unterschriften für die Reparatur des Aufzugs im S-Bahnhof Zehlendorf an den DB-Bahnhofsmanager für Berlin, Matthias Scholz, übergeben. Viele Ältere würden seit Monaten den S-Bahnhof Zehlendorf umfahren, am Mexikoplatz aussteigen oder ganz auf Fahrten etwa zur Schlossstraße verzichten, erklärt Brychcy. „Wir erwarten, dass die DB alles in ihrer Macht Stehende tut, um den Aufzug schnell zu reparieren und den Termin für die Wiederinbetriebnahme verlässlich im S-Bahnhof und auf ihrer Internetseite ankündigt“, fordert sie.

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