Von Zehlendorf in die Türkei : Ich komme nicht als Touristin!

Vor ein paar Wochen hat unsere Autorin im Urlaub noch die Demonstrationen gegen die Regierung in Istanbul erlebt. Jetzt macht sie sich auf, um zehn Monate in Izmir zu leben und die türkische Sprache zu lernen. Hier schreibt sie, wie es ihr vor dem Abflug geht.

Meltem Ohle
Meltem Ohle, 16, ist Schülerin am musikbetonten Droste-Hülshoff-Gymnasium in Zehlendorf.
Meltem Ohle, 16, ist Schülerin am musikbetonten Droste-Hülshoff-Gymnasium in Zehlendorf.Foto: privat

Ich fliege in weniger als zwei Wochen in die Türkei nach Izmir, um dort zehn Monate in einer Gastfamilie zu leben und zur Schule zu gehen. Und nein, ich werde da kein Englisch lernen, sondern Türkisch. Das mag für viele Leute erstmal komisch klingen, aber ich will unbedingt die Sprache lernen.

Mein Vater stammt aus der Türkei, und mein großer Bruder spricht mittlerweile, da er auch ein Jahr dort war, fließend türkisch. Ich habe nur geringe Türkischkenntnisse, mit denen ich mir gerade so am Strand ein Eis oder eine Cola holen kann.

Ich bin jedes Jahr mindestens ein Mal in der Türkei. Wir fahren immer in das gleiche Dorf zum Sommerurlaub und nach Istanbul, also habe ich bisher noch nicht so viele verschiedene Teile des Landes gesehen. Dazu habe ich hoffentlich viel Gelegenheit in den nächsten Monaten. Durch das Auslandsjahr erhoffe ich mir, dass ich das Land und die Kultur auch richtig von "innen" kennenlerne und erlebe, und nicht mehr nur als Touristin "von außen zuschaue". Auch wenn ich bestimmt schon mehr über das Land weiß als ein richtiger Tourist.

Ich denke, so eine Auslandserfahrung bringt einen mental weiter. Was ich auch so spannend daran finde, ist, dass man alles zurücklässt und komplett neu anfängt. Es wird bestimmt sehr hart und anstrengend, aber ich freue mich schon so sehr darauf!

Die Autorin ist 16 und Schülerin am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Zehlendorf. Der Text erscheint auf dem Zehlendorf Blog, dem Online-Magazin des Tagesspiegels.




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