Zehlendorf-Jahrbuch 2015 erschienen : 104 Seiten Geschichten

Heimatkunde mag kein besonders moderner Begriff sein, aber wer ihn ernst nimmt und wissen will, was in seiner unmittelbaren Heimat geschah und geschieht, der sollte auch das Zehlendorf Jahrbuch 2015 nicht verpassen. Wir stellen den Inhalt hier kurz vor.

Lothar Beckmann
Die Goerzbahn am Dahlemer Weg ist ein Thema im neuen Jahrbuch, Auf dem Bild zu sehen eine Lok der Baureihe T3 vor den Goerzwerken 1919. Aus; Horst Berg, 75 Jahre Zehlendorfer Eisenbahn, Manuskript, 1980, Historisches Archiv der SDTB
Die Goerzbahn am Dahlemer Weg ist ein Thema im neuen Jahrbuch, Auf dem Bild zu sehen eine Lok der Baureihe T3 vor den Goerzwerken...Foto: Heimatverein

Das Zehlendorf-Jahrbuch 2015 ist da. Zum Ende des Jahres ist der 19. Jahrgang des beliebten „Geschichtsbuchs“ erschienen. In leicht überarbeiteter Form enthält es wieder interessante heimatkundliche Beiträge aus allen Zehlendorfer Ortsteilen, recherchiert und geschrieben von sachkundigen Autoren. Das aktuelle Jahrbuch ist zum Preis von drei Euro im Zehlendorfer Heimatmuseum und -archiv, Clayallee 355, erhältlich.

Die Titelgeschichte des Zehlendorf-Jahrbuchs 2015 beschäftigt sich ausführlich mit Handel und Wandel in der Ladenstraße im U-Bahnhof Onkel Toms Hütte. Der geschichtliche Rückblick wird ergänzt durch einen Beitrag über das gegenwärtige, umstrittene große Zehlendorfer Bauprojekt am U-Bahnhof Oskar-Helene-Heim, landläufig als „Truman-Plaza“ bekannt. Weitere Themen in dem 104-seitigen Jahresband sind die Geschichte der Wannseebahn seit 1985 und der Goerzbahn am Dahlemer Weg, der Südschule seit 1914 und des ehemaligen Abhörbunkers und späteren Berlin Document Centers am Wasserkäfersteig nahe der Krumme Lanke.

Thema der Titelgeschichte: Der Kopfbau an der Riemeisterstraße, Postkarte um 1950.
Thema der Titelgeschichte: Der Kopfbau an der Riemeisterstraße, Postkarte um 1950.Foto: Heimatverein

Das neue Jahrbuch berichtet aus Wannsee über die architektonischen Gärten rund um die Liebermann-Villa mit ihren restaurierten Heckengärten und aus Schlachtensee über das Schicksal der Familie Flatow aus der Niklasstraße seit 1929, wo erst kürzlich Stolpersteine auf dem Gehweg verlegt wurden. Die Neubildung der Berliner Kirchenleitung auf einem kirchenhistorischen Treffen im Pfarrhaus der Zehlendorfer Pauluskirchengemeinde am 7. Mai 1945 und das Potsdam-Zehlendorfer Uneco-Welterbe schildern weitere lesenswerte Beiträge.

Im Vorwort begrüßt der Vorsitzende des Heimatvereins Zehlendorf, Klaus-Peter Laschinsky, die Leser und informiert, dass der Verein 1949, also vor 65 Jahren, seine Lizenz als nichtpolitische Organisation erhalten hat. Trotz des Alters herrsche aber keine museale Stille im Museum, in der Bibliothek, im Archiv und in der Landkartensammlung im ehemaligen Schulhaus, gleich neben der Alten Dorfkirche. Sie erfreuten sich regen Interesses bei den Besuchern aus Zehlendorf, bei Architekten, Journalisten und vielen Schülern aus dem Bezirk. Regionalmuseum und Archiv in der Clayallee 355 sind Montag und Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, Dienstag und Freitag von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Der Autor hat viele Jahre für die Stiftung Warentest gearbeitet und lebt mit seiner Familie in Zehlendorf. Er ist ehrenamtlich für den Heimatverein aktiv. Der Text erscheint auf dem Zehlendorf Blog, dem Online-Magazin des Tagesspiegels.




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