Zehlendorf Jahrbuch 2016 erschienen : Neue Insider-Heimatgeschichten

Wie eng eine Firmengeschichte mit der Geschichte Zehlendorfs verzahnt sein kann, zeigt die Geschichte der Firma Rothe-Gartenbau - nur eine von vielen neuen Insider-Geschichten aus dem neu erschienenen Zehlendorf Jahrbuch 2016.

Lothar Beckmann
Aufräumarbeiten: Zustand der Gewächshäuser 1954 vor dem Beginn der Aufräumarbeiten
Aufräumarbeiten: Zustand der Gewächshäuser 1954 vor dem Beginn der AufräumarbeitenFoto: Archiv Rothe-Gartenbau

Der aktuelle und mittlerweile 20. Jahrgang des Zehlendorf Jahrbuchs ist erschienen - mit 14 interessanten heimatkundlichen Beiträgen aus allen Zehlendorfer Ortsteilen.

Die Titelgeschichte des Zehlendorf Jahrbuchs 2016 beschreibt aus erster Hand die Planung und den Bau der Verbindungsstraße von Kohlhasenbrück nach Steinstücken. Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 war die Enklave Steinstücken, die zu West-Berlin gehörte, aber auf DDR-Gebiet lag, vollständig von der Mauer umschlossen. Diese Situation und der beschwerliche Zugang zu ihr änderten sich erst im Rahmen des Berlin-Abkommens 1971.

Montage der Parabolspiegel am Fernmeldeturm in Wannsee 1966
Montage der Parabolspiegel am Fernmeldeturm in Wannsee 1966Foto: Günter Herrnleben

Mit der 120-jährigen Geschichte der Firma Rothe-Gartenbau an der Clayallee beschäftigt sich ein anderer Beitrag. Er zeigt, wie eng die Firmengeschichte mit der Geschichte und Entwicklung Zehlendorfs verzahnt ist. Auch um Pflanzen geht es letztlich im Bericht über den Grunewald: Vor 100 Jahren wurde der Dauerwaldvertrag zur Verhinderung weiterer Bebauung des Gebiets abgeschlossen.

Weitere Themen im Zehlendorf Jahrbuch 2016: Der SPD-Parteitag in der Zinnowwaldschule am 7. April 1946 über den Zusammenschluss von Sozialdemokraten und Kommunisten in Berlin, die Bekenntnisgemeinde Schlachtensee zur Zeit des Nationalsozialismus und das Displaced Persons-Lager Düppel Center von 1946 bis 1948. Gespickt mit Insider-Informationen ist die interessante Baugeschichte des Fernmeldeturms auf dem Schäferberg in Wannsee. Eher unterhaltsam sind die Texte über den Teltower Damm und die Clayallee in der Ortsmitte und über den viel geliebten Mexikoplatz.

Im Vorwort begrüßt der Vorsitzende des Heimatvereins Zehlendorf, Klaus-Peter Laschinsky, die Leser des Zehlendorf Jahrbuch 2016. Mit den ehrenamtlichen Autoren, denen der Verein zu großem Dank verpflichtet sei, blicke man mit gewissem Stolz auf diese Buchreihe. Regionalmuseum und Archiv in der Clayallee 355 sind Montag und Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, Dienstag und Freitag von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Das Jahrbuch ist zum Preis von 3 Euro im Zehlendorfer Heimatmuseum und -archiv, Clayallee 355, erhältlich.

Der Autor hat viele Jahre für die Stiftung Warentest gearbeitet und lebt mit seiner Familie in Zehlendorf. Er ist ehrenamtlich für den Heimatverein aktiv. Der Text erscheint auf dem Zehlendorf Blog, dem Online-Magazin des Tagesspiegels.

 




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