• Thomas

    Unter Nachbarn

    Gerd Thomas, 1. Vorsitzender des FC Internationale und Netzwerker bei der RheinFlanke gGmbH (Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit Schwerpunkt Sport), lebt seit 16 Jahren in Schöneberg. Das gefällt mir hier: Schöneberg ist der beste und vielfältigste Stadtteil in Berlin, ruhig und dennoch lebhaft, mit Menschen unterschiedlichster Milieus und Interessen, die meistens wunderbar zusammenleben. Ich hoffe sehr, dass dieser Zustand noch lange anhält und nicht von Immobilienspekulanten zerstört wird. Das stört mich: 1. Der Stadtteil wächst, aber die Sportstätten wachsen nicht mit. 2. Hat man sich früher im Freundeskreis über Politik, gesellschaftliche Verantwortung oder einfach nur Sport unterhalten, reden heute fast alle nur noch über die Angst, im Alter ohne bezahlbaren Wohnraum dazustehen. 3. Die massive Ausbreitung von Rassismus. Das wünsche ich mir: Die Politik sollte viel mehr Aufmerksamkeit auf die Kraft des Sports legen. Dessen sozial-integrativen Möglichkeiten werden nicht genutzt. Kooperationen wie zwischen der RheinFlanke gGmbH und dem FC Internationale zeigen, was der Sport alles bewegen kann – wenn man ihn denn lässt: beispielsweise die Solidarität mit Geflüchteten als Chance zu betrachten. Das empfehle ich: Ein Punktspiel des FC Internationale, wo noch reine Amateure spielen und wo von den vielen Ehrenamtlichen deutlich ehrlichere Arbeit als in den meisten Proficlubs abgeliefert wird. Das nächste Heimspiel ist am 1. Oktober um 14.30 Uhr auf dem herrlichen Fußballplatz Monumentenstr. 13c. teamlr.de/fcinterberlin

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-s.kneist@tagesspiegel.de

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Sigrid Kneist von Sigrid Kneist tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Tempelhof-Schöneberg,

am Sonntag wird der Bundestag gewählt. Deshalb liegt der Schwerpunkt dieses Newsletters natürlich bei diesem Thema. Einer der Abgeordneten wird direkt von den Wählern unseres Bezirks in das Parlament entsandt. Aus diesem Grund habe ich die sechs Direktkandidatinnen und -kandidaten der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien gebeten, kurz aufzuschreiben, was ihnen wichtig ist und was Sie erreichen wollen. Ihre Positionen lesen Sie in den Macher-Meldungen. Ja, auch der Vertreter der AfD kommt zu Wort; obwohl mir das nicht leicht gefallen ist, weil in dieser Partei immer mehr rechtsextreme und rassistische Positionen offensichtlich werden und eine Abgrenzung gar nicht mehr versucht wird. Ich hoffe nur, dass nicht wieder – wie bei der Abgeordnetenhauswahl 2016 – 11,4 Prozent der Wähler in diesem Bezirk der Partei ihre Stimme geben werden.

Sigrid Kneist arbeitet seit 1990 als Redakteurin in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Vor 20 Jahren hätte sie sich nicht vorstellen können, dass sie ein Jahr später aus dem Kreuzberger Graefekiez nach Mariendorf ziehen und dort bis heute bleiben würde. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-s.kneist@tagesspiegel.de

Unser Tipp für Sie

Beim Wahl-Spezial des Tagesspiegels finden Sie online viele Angebote rund um die Wahl. Sie können dort viele Hintergründe erfahren, Porträts lesen, sich über die aktuellen Entwicklungen informieren. Meine Kollegen vom Data-Team haben tolle interaktive Projekte gestartet. Beim In-or-Out-Faktor beispielsweise können Sie jederzeit sehen, wie sich der Bundestag wahrscheinlich nach dem jeweiligen Stand zusammensetzen würde oder welcher Direktkandidat seinen Wahlkreis gewinnen würde. In Tempelhof-Schöneberg etwa läuft derzeit alles auf Jan-Marco Luczak hinaus. Sie können sich auch auf eine Zeitreise begeben und Videoporträts von Erstwählern sämtlicher Bundestagswahlen anschauen. Klicken Sie also rein, beim Wahl-Spezial. Es gibt eine Menge zu entdecken.

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