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    Nachbarschaft

    Kevin Kühnert (rechts), 28, Vorsitzender der Jusos und bekanntester Kritiker einer erneuten Großen Koalition.

    Mit seinem Aufruf an seine Parteigenossen, gegen die Neuauflage der Großen Koalition zu stimmen, zog der Lichtenrader in die Schlagzeilen und Talkshows der Nation ein. Schon beim SPD-Parteitag Anfang Dezember plädierte Kühnert gegen Sondierungsgespräche mit der Union. Sein Schlusssatz: „Die Erneuerung der SPD wird außerhalb einer großen Koalition sein – oder sie wird nicht sein.“ Damit positionierte er sich klar gegen Martin Schulz und die alte Garde der Partei. Doch die Jungen hat er hinter sich – unter dem Hashtag #NoGroKo machten sie ihrem Ärger mit dem ewigen Weiter so der Partei Luft.

    Kühnert trat 2005 in die Partei ein – ein Umbruchjahr für die SPD: Gerhard Schröder und die Reformer-SPD fliegen aus der Regierung, Angela Merkel wird Kanzlerin. Kühnert ist ein Beamtenkind, der Vater arbeitet im Finanzamt, die Mutter im Jobcenter. Er engagiert sich bei den Berliner Jungsozialisten, bald fördert ihn der Parteilinke Jan Stöß, der zwischen 2012 und 2016 Vorsitzender des Landesverbandes ist.

    Von 2012 bis 2015 führt Kühnert die Berliner Jusos an, dann wird er Vizechef des Nachwuchsverbandes auf Bundesebene. Bei den Jusos wird er zum „Netzwerk linkes Zentrum“ gezählt, einer Strömung, der linke Überzeugungen wichtiger sind als pragmatische Politik. Am 24. November wurde er zum Vorsitzenden der Jusos gewählt. Wie praktische Politik geht, kann er als Mitarbeiter eines Mitglieds im Berliner Abgeordnetenhaus studieren und als Bezirksverordneter in Tempelhof-Schöneberg. tagesspiegel.de

    Das Engagement Kühnerts und der Jusos gegen die GroKo entfachte eine Debatte um einen Generationenwechsel in der Partei. Der Energieschub der jüngeren Generation sei für die Volksparteien überlebenswichtig, schreibt Kollegin Anna Sauerbrey. Doch der Umgang mit denen, die die Erneuerung bringen, ist absurd. Wie sehr, zeigt der Tweet des „Welt am Sonntag“-Chefredakteurs Peter Huth, der die Berliner Juso-Vorsitzende Annika Klose, 25, als „Mädchen“ bezeichnete. Akzeptanz für junge, frische Stimmen in der Politik ist weit davon entfernt. „Es ist an der Zeit“ für Erneuerung, meint daher auch Kollegin Ann-Kathrin Hipp. tagesspiegel.de

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-s.kneist@tagesspiegel.de

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Judith Langowski von Judith Langowski tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Tempelhof-Schöneberg,

die erste und traurigste Nachricht des Tages erreichte mich heute morgen noch auf dem Weg zur Redaktion: Am Kaiser-Wilhelm-Platz in Schöneberg sah ich die Kreuzung weitläufig abgesperrt und großes Aufgebot der Polizei. Auf der Hauptstraße an der Ecke Kolonnenstraße stand ein LKW. Meine schlimmste Vermutung bestätigte mir dann Kollege Jörn Hasselmann: Eine Radfahrerin wurde vom Lastwagen erfasst und starb noch am Unfallort. Hasselmann spricht in einem Twitter-Post von einer „lächerlichen Infrastruktur“ für Radfahrer an der Unfallstelle (siehe dazu auch „Kiezkamera“ weiter unten im Newsletter). Die Kreuzung sei ein Fall für die Senatsverwaltung. Das Netzwerk „Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg“ ruft zur Mahnwache am Ort auf, voraussichtlich Mittwochabend, um auf die gefährlichen Straßenbedingungen für Radfahrer hinzuweisen, die im vergangenen Jahr zu neun tödlichen Unfällen geführt haben. tagesspiegel.de

Eine gute Nachricht für Verkehrssicherheit kommt aus der Prinzregentenstraße, die die Handjerystraße in Friedenau mit der Motzstraße verbindet. Sie wird nun wohl zur „echten Fahrradstraße“. Die Durchfahrt für Autos soll an der Durlacher Straße und im Bereich Volkspark gesperrt werden. Das teilte der Bezirksverordnete Alexander Kaas Elias (Grüne) bei Twitter mit. Ob auch die Querung Berliner Straße nur noch für Radfahrer möglich sein werde, sei noch in der Diskussion mit der Verkehrslenkungsbehörde. Derzeit wird die Fahrradstraße von unzähligen Autofahrern als Schleichweg neben der Bundesallee genutzt, trotz der Schilder, die nur Rad- und Anliegerverkehr zulassen. Das ist sehr anschaulich auf diesem Video zu sehen: facebook.com. Mehr Hintergrund: tagesspiegel.de

Judith Langowski ist Redakteurin der Tagesspiegel Leute-Newsletter und lebt in Schöneberg. Folgen Sie ihr auf Twitter oder per E-Mail an leute-j.langowski@tagesspiegel.de.

Maria Kotsevs Tipp für Sie

Passend zur Grünen Woche empfiehlt Maria Kotsev vom Tagesspiegel Checkpoint den grünsten Smoothie in Schöneberg:

Raw, Detox, Healthy – dank Jennifer Anglim ist in der Akazienstraße 28 in Schöneberg, sonst dominiert von alteingesessenen Lokalen, der Lifestyle auch außerhalb der eigenen Küche umsetzbar. Als sie dorthin zog, fehlte ihr genau solch ein Laden mit „Healthy Concept“, wie sie den vegan-vegetarischen Essenstrend nennt. In ihrem Hope Superfood Deli serviert sie verdauungsanregende und leckere Smoothies wie den Lean Green aus Spinat, Ananas, Mango, Kokoswasser und der Spirulina-Alge, die erwiesenermaßen das Immunsystem auf Trab bringt und den Cholesterin-Stoffwechsel verbessert. Zu den Klassikern gehört Kick Starter auf Avocadobasis, verfeinert mit frischer Minze und Datteln. Für alle Getränke wird im Hope Superfood Deli übrigens vitales Wasser verwendet, das extra gefiltert und von Kalk und Giftstoffen befreit wurde. Akazienstraße 28, Schöneberg, Mo-Fr 8-18 Uhr, Sa-So 9-18 Uhr

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