in dieser Woche wird’s wieder bunt. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler zieht am Donnerstag um 12.30 Uhr die Regenbogenfahne vor dem Rathaus Schöneberg auf. Und am Wochenende kann auf dem schwul-lesbischen Stadtfest rund um die Motzstraße gefeiert werden. Das Fest ist seit Jahren fest im Kiez etabliert – und das ist auch gut so. In diesem Jahr findet es zum 25. Mal statt. Bei aller Party, die dort abgehen wird, ist das Fest auch immer politisch. „Gleiche Rechte für Ungleiche“ lautet das Motto. In diesem Punkt ist die Bundesrepublik vor gut zehn Tagen einen ganzen Schritt weitergekommen, als der Bundestag das Gesetz zur Ehe für alle beschloss. Drei Monate haben die Standesämter Zeit, sich darauf vorzubereiten. Am 1. Oktober soll es soweit sein, dass erstmals gleichgeschlechtliche Paare getraut werden können. Der Tag ist allerdings ein Sonntag – schauen wir mal, ob die Standesämter an so einem historischen Tag flexibel sein können. Wäre doch cool, wenn dann eine Trauung im Rathaus Schöneberg möglich wäre.
Bei aller Freude über Erreichtes und über ein starkes Selbstbewusstsein der queeren Szene, zeigen aber andere Vorkommnisse, wie viel Intoleranz es bei manchen Menschen noch gibt. Immer wieder gibt es homophobe Straftaten, gerade auch im Schöneberger queeren Kiez. Daran erinnert auch die Bezirksbürgermeisterin. Sie schlägt deswegen vor, dass die Regenbogenfahne künftig dauerhaft vor dem Rathaus Schöneberg hängen soll.
Sigrid Kneist arbeitet seit 1990 als Redakteurin in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Vor 20 Jahren hätte sie sich nicht vorstellen können, dass sie ein Jahr später aus dem Kreuzberger Graefekiez nach Mariendorf ziehen und dort bis heute bleiben würde. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-s.kneist@tagesspiegel.de
In der kommenden Woche beginnen endlich die Schulferien. Sechseinhalb Wochen Freizeit. Das kann manchmal langweilig werden, wenn man sich nichts vorgenommen hat. Da ist es schön, wenn man sich schon rechtzeitig um ein bisschen Amüsement gekümmert hat. Die Museen des Bezirks bieten etliche spannende Workshops, die zwar kostenlos sind, für die man sich aber anmelden muss. Beispielsweise kann man sich auf die Spuren der Kolonialgeschichte oder eine Entdeckungstour durchs Museum machen, oder sich mit Fragen der eigenen Rolle als Junge oder Mädchen beschäftigen. Und immer eine gute Idee ist der Super-Ferienpass mit vielen Aktionen und Ermäßigungen – und dem freien Eintritt für die Bäder. Der Ferienpass kostet neun Euro. Infos
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