• Erik Reger

    Erik Reger

    (1893 - 1954), Tagesspiegel-Gründer.

    Unter Nachbarn

    Er wohnte in Zehlendorf, aber er arbeitete in Tempelhof – und das derart viel, dass man ihn dort getrost zum Nachbarn erklären kann: Erik Reger gründete 1945 mit amerikanischer Lizenz und Mitstreitern wie Walther Karsch den Tagesspiegel. Die Redaktion kam im Ullsteinhaus unter. “Heute würde das Ullsteinhaus des Jahres 1945 vermutlich ‘Media Center’ heißen”, schreibt mein Kollege Bernd Matthies, “damals war es nur ein vom Krieg schwer beschädigtes Gebäude, und dennoch das Beste, was in Berlin an Räumen für eine frisch gegründete Zeitung verfügbar war. Daher stand außer Frage, dass der Tagesspiegel dort nicht nur gedruckt wurde, sondern auch mit der Redaktion einzog, in den karg ausgestatteten dritten Stock.” Zitate und Artikelausschnitte aus der Nachkriegszeit können Sie jetzt bei Twitter lesen, in unserem Erik-Reger-Account. Damit melden uns wieder aus dem Ullsteinhaus, wenn man so will.
    twitter.com (Erik-Reger-Tweets), tagesspiegel.de (Tagesspiegel-Standorte)

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Oder wer möchte ein besonderes Projekt hier vorstellen? Oder haben Sie etwas Besonderes im Bezirk entdeckt, oder sich über irgendetwas geärgert, was Sie hier aufschreiben möchten? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge und Ideen. Bitte schreiben Sie und schicken ein Foto an leute-s.kneist@tagesspiegel.de. Ich melde mich bei Ihnen.

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Sigrid Kneist von Sigrid Kneist tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Tempelhof-Schöneberg,

der Umbau der Maaßenstraße in Schöneberg zur “Begegnungszone” war im Bezirk der verkehrspolitische Aufreger der vergangenen Jahre. Weniger Platz für Autos – sowohl beim Fahren als auch beim Parken – und dazu eine ästhetisch nicht besonders gelungen gestaltete Verweilzone bieten genügend Material für heiße Diskussionen. Und die “Begegnungszone” bewegt die Gemüter immer noch. Auch in der Bezirksverordnetenversammlung in der vergangenen Woche. Da machte die für den Straßenbau verantwortliche Stadträtin Christiane Heiß (Grüne) deutlich klar, dass es trotz der anhaltenden Kritik keinen Rückbau geben werde und der Bezirk deswegen auch nicht die Bürger fragen werde, ob sie die Begegnungszone haben wollen oder nicht. Informationsveranstaltungen aber soll es geben. Ohnehin sei der Umbau der Maaßenstraße ein Pilotprojekt des Senats, der deswegen auch die Federführung bei der derzeitigen Evaluierung habe. Wie Heiß sagte, geht es jetzt vor allem darum, Fehler bei der Umsetzung beheben. Immer wieder auf Kritik stoßen beispielsweise die Poller, die Bänke und das wenige Grün. Von Seiten der FDP wird stets auf die Gewerbetreibenden verwiesen, die über den Wegfall von Parkmöglichkeiten klagen, was Umsatzeinbußen zur Folge habe. Die Ablehnung einer Bürgerbefragung nannte Ralf Olschewski von der CDU “absolut nicht nachzuvollziehen, zumal gerade von denjenigen Menschen, die Tag für Tag das Geschehen vor Ort erleben, sinnvolle Vorschläge zu erwarten sind”.

Sigrid Kneist arbeitet seit 1990 als Redakteurin in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-s.kneist@tagesspiegel.de oder diskutieren mit in unserer Gruppe auffacebook.com.

Sigrid Kneists Tipp für Sie

Innen fluffig, außen knusprig. Ganz frisch schmecken die Falafel von “Eivgi’s orientalische Hausmansskost” am besten. Shalom Eivgi, der Inhaber des koscheren Imbissrestaurants schräg gegenüber vom Rathaus Schöneberg am Beginn der Belziger Straße, gibt einem gerne ein Falafel zum Kosten in die Hand, wenn er den Teller mit den kleinen Bällchen, Salaten und Soßen fertig macht. Und selbstverständlich gibt’s dazu auch Hummus. “Der schmeckt genauso gut wie in Israel”, sagt meine Begleitung und kann nicht davon abgehalten werden, den Teller abzulecken. Zum Glück haben wir unser Essen mit nach Hause genommen. Aber man kann sich auch an den Tischen in dem kleinen Gastraum niederlassen und die wunderbaren Leckereien genießen. Sehr geeignet auch für Veganer, übrigens – mit Gruß an den ernährungstechnisch verzweifelten Kollegen Newsletter-Autoren Robert Klages in Lichtenberg -, denn die Soßen werden ohne Joghurt gemacht. Belziger Straße 75. Sonntags bis donnerstags von 12 bis 21 Uhr, freitags bis 16 Uhr geöffnet, samstags geschlossen.
eivgis.com

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