• Pinkpank

    Unter Nachbarn

    Marion Pinkpank, geboren in Tempelhof, aufgewachsen in Lichtenrade, seit der WM 2014 ist Friedenau ihre Heimat.

    Das gefällt mir: Wenn mir jemand mit Mitte 20 gesagt hätte, dass ich mal in Friedenau wohnen würde, ich hätte ihn ausgelacht. Viel zu beschaulich, viel zu bürgerlich, viel zu viele Familien. Seit drei Jahren finde ich nun genau das alles gut. Ich mag es, dass ich in meinem Haus alle Nachbarn kenne und wir mit Hoffesten und Nikolaus-Glühwein-Trinken im Hauseingang diese gute Gemeinschaft auch feiern und pflegen. Und ich mag es, dass ich zwar in einem ruhigen Ortsteil wohne und trotzdem durch U-Bahn, S-Bahn und Autobahn überall schnell bin.

    Das nervt: Mich macht die Gleichgültigkeit mancher Menschen wütend. Sei es beim Parken im absoluten Halteverbot, in zweiter Reihe oder an Straßenecken. Ich sehe immer wieder, wie schwer es die BSR oder die Feuerwehr hat, gerade in den kleinen Straßen Friedenaus durchzukommen. Dann nervt mich, dass einige Hundebesitzer es auch nicht schaffen, die Hundekacke vom Gehweg zu entfernen.

    Das kann ich empfehlen: Das Lehmbrucks im Südwestkorso. Das Café ist DAS Kleinod in meinem Kiez. Der Friedhof Schöneberg III in der Stubenrauchstraße mit den Ehrengräbern von Marlene Dietrich und Helmut Newton ist zu jeder Jahreszeit ein Ort zum „Runterkommen“.

    Das mache ich: Nach 20 Jahren beim Radio leite ich seit Anfang des Jahres das Bürgerbüro der Abgeordneten Melanie Kühnemann (SPD) in Lichtenrade. Ich arbeite also da, wo ich aufgewachsen bin – wo mein Zuhause ist.

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-s.kneist@tagesspiegel.de

von
bis
Bitte geben Sie hier den Suchbegriff ein!
Sigrid Kneist von Sigrid Kneist tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Tempelhof-Schöneberg,

in diesem Juni wurde ein kleiner Platz in Schöneberg nach Kitty Kuse benannt. Eigentlich eine würdige Ehrung für die Vorkämpferin für die Rechte und gegen Diskriminierung lesbischer Frauen. Sollte man meinen. Die Umsetzung ist leider alles andere. Unmittelbar unter dem Schild „Kitty-Kuse-Platz“ ist ein weiteres Schild angebracht: Es zeigt einen weißen Hund in einem blauen Kreis, Leinenzwang für Hunde. „Es könnte Menschen geben, die diese Kombination als unangemessen oder sogar unwürdig einzuschätzen geneigt sind“, heißt es jetzt in einem BVV-Antrag der Grünen mit der Forderung, eine Ergänzungstafel mit biografischen Informationen anzubringen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Für das Leinenzwangschild findet sich bestimmt ein besserer Ort.

Auf der Tagesordnung der BVV, morgen um 17 Uhr im Rathaus Schöneberg, stehen neben vielen anderen folgende Themen: ein Ersatzstandort für das Jugendzentrum Potse, Erhaltung der Thomas-Dehler-Bibliothek, Obdachlosigkeit im Bezirk, Ausweitung der Dienstzeit des Ordnungsamtes auf 24 Stunden, Fahrradparkplätze am Bahnhof Südkreuz.

Sigrid Kneist arbeitet seit 1990 als Redakteurin in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Vor 20 Jahren hätte sie sich nicht vorstellen können, dass sie ein Jahr später aus dem Kreuzberger Graefekiez nach Mariendorf ziehen und dort bis heute bleiben würde. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-s.kneist@tagesspiegel.de

Unser Tipp für Sie

Hier die Empfehlung einer lieben Kollegin: Wonderful! Gut, original indisch, würzig: Das indische Restaurant Haveli in der Luitpoldstraße ist immer gut. Das Ehepaar Singh achtet auf Zutaten, alle Soßen sind selbstgemacht, nichts aber auch gar nichts kommt aus der Dose, und das schmeckt man. Besonders beliebt sind die Tandoori-Gerichte aus dem Tonofen. Jeden Sonntag ab 12 Uhr gibt es ein Brunch-Buffet – all you can eat! Und das ist die einzige Gefahr, denn man möchte alles probieren, was in den großen Kupferkesseln und um sie herum zu finden ist. Das Einzige, was man bemängeln möchte, ist, dass die Internetseite mal eine kleine Aktualisierung verdient hätte.  Luitpoldstraße 26, Dienstag – Samstag von 17 – 23 Uhr, Sonntag von 12 – 23Uhr, Telefon: 030/2191 86 86

Hier twittert die Stadtleben-Redaktion des Tagesspiegels. Tipps und Trends, Themen und Termine - alles, was die Stadt bewegt:



Machen Sie mit und verlinken Sie Ihre morgendlichen Fotos mit dem Hashtag #gmberlin. Oder schicken Sie Ihre Fotos wie gewohnt an leserbilder@tagesspiegel.de! Wir freuen uns auf Ihre Bilder!


Die ersten Ergebnisse sehen Sie in unserer Fotostrecke.