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    Unter Nachbarn

    Familie Schwan, Teich, Volkspark Mariendorf

    Sie sind wieder da – die Schwäne im Volkspark Mariendorf. In den vergangenen Jahren hatten sie den Park gemieden. Es war ihnen dort zu gefährlich geworden. Ihre Artgenossen waren übelst attackiert worden. Tierquäler trieben ihr Unwesen und misshandelten die dort lebenden Wasservögel schwer. In einem Jahr wurden sie sogar mit Dartpfeilen malträtiert, so dass einige von ihnen qualvoll verendeten. Auch im darauffolgenden Sommer wurden wieder Schwäne gequält. Danach ließen sie sich in Mariendorf einige Zeit nicht blicken. In diesem Frühjahr hat sich ein Schwanenpaar wieder im Volkspark eingenistet, und seit Mai gibt’s auch Nachwuchs. Hoffentlich kann die Schwanenfamilie jetzt unbehelligt ihre Runden im Wasser drehen. Sie hat übrigens freundliche Nachbarn: Im Teich haben sich Schildkröten eingerichtet. Mindestens vier wurden dort schon beim Sonnenbad gesichtet.

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-s.kneist@tagesspiegel.de

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Sigrid Kneist von Sigrid Kneist tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Tempelhof-Schöneberg,

manchmal fragt man sich schon, ob die linke Hand weiß, was die rechte tut. Vor drei Jahren wurde noch das Projekt „Bike and ride“ am Bahnhof Südkreuz groß vorgestellt. Es wurde ein überdachter Parkplatz für 180 Fahrräder in Betrieb genommen, so dass es dort insgesamt rund 400 Abstellmöglichkeiten gab. Aber das reicht oft bei Weitem nicht aus. Radfahrer, die ihr Gefährt abstellen wollen, bevor sie in die Bahn steigen, müssen findig sein, noch irgendwo ein Plätzchen zu finden. Der Bahn ist das anscheinend nicht recht. Mein Kollege Jörn Hasselmann hat beobachtet, dass am Bahnhof Südkreuz Radfahrer Knöllchen-ähnliche Verwarnungen bekamen, weil sie ihr Rad angeblich nicht ordnungsgemäß abgestellt hatten: Sollten die Räder nicht entfernt werden, drohe die Umsetzung. Dabei hätten die Räder keineswegs Fußgänger oder den Verkehr behindert. Das Bild sehen Sie hier. Von einer fahrradfreundlichen Stadt ist Berlin noch weit entfernt.

Sigrid Kneist arbeitet seit 1990 als Redakteurin in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Vor 20 Jahren hätte sie sich nicht vorstellen können, dass sie ein Jahr später aus dem Kreuzberger Graefekiez nach Mariendorf ziehen und dort bis heute bleiben würde. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-s.kneist@tagesspiegel.de

Unser Tipp für Sie

Ran an die Orgel. Bereits im vierten Jahr lädt der Schöneberger „Dreiklang“, die drei Kirchenmusiker Thomas Noll, Frank Schreiber und Sebastian Brendel, zur sommerlichen Veranstaltungsreihe Organovino ein. Sechs Wochen lange bieten sie am Freitagabend Konzerte und in diesem Jahr erstmalig an den Veranstaltungsort angelehnte politische Gespräche an. Wie in den vergangenen Jahren auch macht ein kleines Konzert an einem öffentlichen Platz in Schöneberg den Auftakt, stets um 18.48 Uhr – die Uhrzeit soll an die Märzrevolution erinnern. Danach gibt’s Wein und einen Snack, bevor es um 20.17 Uhr bei einem Konzert in einer der drei Kirchen Zum Heilsbronnen, Paul Gerhardt oder Apostel Paulus weitergeht.
An diesem Freitag, 23. Juni, beginnt Organovino zunächst mit einem kleinen Gitarrenkonzert des Musikers Luca de Michieli am Bayerischen Platz. Dort, wo auch eine große Bankfiliale angesiedelt ist, will der Publizist Christoph Fleischmann über das Thema „Kassensturz – zu Ökonomie und Lebenslust“ sprechen. In der Kirche zum Heilsbronnen erklingt später Musik von Bach, Mozart, Beethoven, Satie und Helmut Zapf. Das komplette Programm finden Sie hier als pdf.

Foto: Bauer+Möhring Grafikdesign

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