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    Unter Nachbarn

    Gayle Tufts, Entertainerin, Comedian und Erfinderin des Denglisch, seit zehn Jahren Schönebergerin

    Niemand vermischt Deutsch und Englisch so schön wie die aus Massachusetts stammende Entertainerin und Autorin. Das ist auch ihr Markenzeichen bei ihren Shows. Anfang der Neunziger kam sie nach Berlin, da war sie 30. Sie blieb. Seit zehn Jahren lebt sie in Schöneberg. Meine Kollegin Anke Myrrhe hat sie auf einem Kiezspaziergang begleitet und sich von der 57-Jährigen ihre Lieblingsorte zeigen lassen.

    Nach 26 Jahren und der Wahl Donald Trumps entschied sich Gayle Tufts dafür, Deutsche sein zu wollen. Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses, hat sie nun eingeladen, am Donnerstag die Festrede zu halten bei der Einbürgerungsfeier für 250 Neubürger im Preußischen Landtag – falls der bürokratische Prozess bis dahin abgeschlossen ist. Den Einbürgerungstest hat sie auf jeden Fall bestanden.

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-s.kneist@tagesspiegel.de

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Sigrid Kneist von Sigrid Kneist tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Tempelhof-Schöneberg,

Manchmal geht’s ganz schnell und unbürokratisch. In der Fragestunde der BVV am vergangenen Mittwoch wollte die CDU wissen, wie es denn angehen könne, dass am Zaun einer Schule am Lichtenrader Damm ein Plakat für eine Sexmesse hängt. Bildungsstadtrat Oliver Schworck (SPD) schaltete sich ein: „Lichtenrader Damm? Da fahre ich gleich hin und mache es ab.“ Aus der Nummer kam er nicht mehr raus. Den Fotobeweis, dass er nach der BVV-Sitzung die Plakate abgehängt hatte, postete er gegen 23.45 Uhr am selben Abend auf Facebook, verbunden mit dem Hinweis an die Firmen: „Lasst das sein!“ Die Plakate warben übrigens nicht für eine Sexmesse, sondern für ein Tattoo-Festival. Aber an einem Schulzaun haben auch die nichts zu suchen.

So wie wildes Plakatieren sind auch rumliegender Müll oder überquellende Altkleider-Container ständige Ärgernisse im gesamten Bezirk, auf die mich Leserinnen und Leser immer wieder hinweisen. Sie berichten auch von ihren Mühen, Reaktionen vom Bezirksamt zu erhalten. Zuletzt erreichten mich Müllbilder aus der Rembrandtstraße in Friedenau. Und zu den Lumpenbergen vor einem dortigen Kleidercontainer erhielt die Leserin die unbefriedigende Antwort, dass die Container auf Privatgelände stehen: „Hier ist ein Handeln des Ordnungsamtes aufgrund der privatrechtlichen Verhältnissen nicht möglich.“

Sigrid Kneist arbeitet seit 1990 als Redakteurin in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Vor 20 Jahren hätte sie sich nicht vorstellen können, dass sie ein Jahr später aus dem Kreuzberger Graefekiez nach Mariendorf ziehen und dort bis heute bleiben würde. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-s.kneist@tagesspiegel.de

Unser Tipp für Sie

Am kommenden Montag, einen Tag nach Totensonntag, beginnt in Berlin traditionell die Saison der Weihnachtsmärkte. Auch unser Bezirk hat einiges zu bieten – in der City (beispielsweise auf dem Winterfeldtplatz) wie auch am Stadtrand, etwa der Lichtermarkt in Lichenrade oder der Weihnachtsmarkt auf Lehmanns Bauernhof in Marienfelde. Aber auch in anderen Stadtteilen wird’s weihnachtlich. Hier finden Sie alle Termine und Orte: weihnachteninberlin.de.

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