• Marian Fischer

    Marian Fischer

    , 14 Jahre, Schüler aus Grünau

    Unter Nachbarn

    Stern des Monats: “Ich helfe gerne, treffe dabei interessante Menschen und freue mich, wenn andere von meiner Unterstützung profitieren.” Marian ist gleich zweifach ehrenamtlich unterwegs: Beim Jugendrotkreuz kümmert er sich um Messestände und die Erste-Hilfe-Schulungen, im Kiezclub Bohnsdorf ist er Gesprächspartner für die Senioren und organisiert Veranstaltungen. Dafür wurde er vom Sternenfischer-Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick zum “Stern des Monats Februar” gekürt. Und sonst? Marian geht in die 8. Klasse der Gemeinschaftsschule Grünau, spielt Schlagzeug und schwimmt bei der DRK-Wasserwacht im FEZ. Er macht gerade seinen Rettungsschwimmer. Was wäre wenn? Schön wäre es, ein Kino in der Nähe zu haben, findet Marian. Er geht nämlich gerne in Action-Komödien. Auch eine Anlaufstelle für Ehrenamtler im Kiez wäre gut. Geschwisterliebe?! Zwei jüngere Schwestern hat Marian, die gehen ihm natürlich gehörig auf… nein, ganz anders, es seien “nette kleine Schwestern”, sagt er. Gäbe es das Fach Sozialkompetenz, Marian hätte die Eins sicher.

    Wollen Sie sich oder jemand anderen in dieser Rubrik vorstellen? Haben Sie etwas Besonderes im Bezirk entdeckt? Oder ärgert sie etwas, und Sie wollen darauf aufmerksam machen? Dann schreiben Sie mir unter leute-t.loy@tagesspiegel.de. Ich melde mich bei Ihnen.

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Thomas Loy - Redakteur beim Verlag Der Tagesspiegel im Haus am Askanischen Platz in Berlin Kreuzberg. von Thomas Loy tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Treptow-Köpenick,

selbst die Freiwillige Feuerwehr geht mal streiken. Am 1. März sollte es losgehen. Die Wehren rund um den Müggelsee wollten den Dienst verweigern, weil ein fertig geplanter Neubau für die Wache in Rauchfangswerder an banalen Fragen zu scheitern drohte. Es ging um fehlende Ausgleichsflächen für den Hubschrauberlandeplatz am Waldrand, aber auch um eine korrekte Vermessung des Baugrundstücks. “Berlin übt Feuerwachen bauen”, kommentierte Bürgermeister Oliver Igel (SPD) die mannigfaltige Gefechtslage zwischen diversen Dienststellen in Senat und Bezirk. In den vergangenen Jahrzehnten seien eben keine Wachen mehr gebaut worden, mit der Folge, dass die vorhandenen Gebäude nur noch als Farce existieren. “Eine Toilette für 70 Leute. Die Technik steht auf dem Hof, weil die Wache für einen Barkas ausgelegt ist”, sagt Wehrleiter Christian Rösler. Im Bezirksamt gab es letzten Donnerstag eine Krisensitzung mit allen beteiligten Behörden, am Ende stellte die oberste Bauaufsicht die Baugenehmigung für spätestens 21. Februar in Aussicht. In den nächsten Jahren sollen in Berlin sieben neue Wachen für rund 20 Millionen Euro gebaut werden, fünf davon in TrepKöp. Der Neubau in Rauchfangswerder gilt als “Musterwache”, quasi als stilbildend. Die Dörfer an Dahme und Müggelsee seien auf funktionierende Wehren angewiesen, sagt Rösler. “300 bis 500 Alarme haben wir im Jahr.” Wenn jetzt nicht gebaut wird, dann gnade uns Sankt Florian.

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de.

Thomas Loys Tipp für Sie

Köpenicker Milchkaffee. Das “Milchkaffee” in der Altstadt von Köpenick ist eines dieser kleinen, familiär wirkenden Kiezläden, etwas “friedrichshainig”, wie mir bescheinigt wurde, denn als ich mal persönlich vorbeikam, hatte der Laden gerade Winterpause. Facebook-Tester rühmen das Angebot an Speisen, offenbar fühlen sich die Inhaber dem Handwerk des Kochens und Backens verpflichtet. Bistro-Cafés wie das Milchkaffee, das Schöneweile in Schöneweide, das Behring in Baumschulenweg oder das Black Sheep in Alt-Treptow sollte es in jedem Ortsteil von T-K geben. Also hier meine Bitte: Filialen bilden, Dependancen eröffnen, bitte, bitte!
milchkaffee-köpenick.de