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    Unter Nachbarn

    Christian Mittermaier, Erzieher aus Schöneweide, 36 Jahre alt, engagiert sich bei der Jungen Kirche Berlin-Treptow. Dafür wurde er als „Stern des Monats Juli“ von der Freiwilligenorganisation Sternenfischer in Köpenick ausgezeichnet.

    Was bisher geschah. Seit ich mich ehrenamtlich engagiere, kümmere ich mich um Kinder und Jugendliche. Anfang der 2000er Jahre habe ich in Hellersdorf gewohnt und bei der Arche mitgearbeitet. Dem Verein, den Pfarrer Siggelkow gegründet hat, um benachteiligte Kinder zu unterstützen und ihnen eine Perspektive zu geben. Über ihn bin ich auch zum Glauben gekommen.

    Was jetzt so läuft. Seit meinem Umzug nach Schöneweide engagiere ich mich in der Jungen Kirche Berlin. Jeden Freitagnachmittag veranstalten wir eine Teen-Time, eine Zeit für die 11- bis 13-Jährigen. Wir sprechen über Gott und die Welt, über Probleme in der Schule oder in der Familie, machen auch Spiele. Die Kinder und Jugendlichen haben einen großen Redebedarf und es gibt ja manches, das man nicht unbedingt mit den Eltern besprechen will. Nach meiner Arbeit als Erzieher in der Kita kostet das Zeit und Kraft, aber ich bekomme auch viel zurück.

    Mein Tipp. Am meisten freue ich mich aber immer auf das Gussower Erlebniscamp der Berliner Stadtmission. Jeweils 50 Kinder von acht bis 13 Jahren verbringen dort eine Woche ihrer Sommerferien. Ich bin immer die gesamten vier Wochen dabei, seit 2006 schon, und drehe mit den Kindern kleine Filme. Im letzten Jahr habe ich vier Wochen unbezahlten Urlaub genommen. In diesem Jahr muss ich meinen regulären Urlaub nehmen, aber das ist es mir wert. Der Spaß, den die Kinder haben, ihr Strahlen, das kann mir kein Chef bezahlen.

    Text: Claudia Berlin, Foto: Reginald Gramatté. Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-t.loy@tagesspiegel.de

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Thomas Loy - Redakteur beim Verlag Der Tagesspiegel im Haus am Askanischen Platz in Berlin Kreuzberg. von Thomas Loy tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Treptow-Köpenick,

Die Datschen in der Erpe-Niederung in Friedrichshagen sind beim Starkregen Ende Juni abgesoffen, wenn dieses Wort mal erlaubt ist. Der Unterschied zu vielen Kellern und Unterführungen der Stadt: Niemand kümmerte sich darum, beklagt Kleingärtner Sebastian Fasbender. Auf einigen Grundstücken stand das Wasser noch in der vergangenen Woche gummistiefelhoch. „Wäre froh, wenn der Checkpoint mal einen Ausflug ins Katastrophengebiet Hinter dem Kurpark unternimmt. Vorher bitte Moskitoschutz auftragen“, schrieb Fasbender. In Treptow-Köpenick sind neben der Erpe-Niederung auch die Müggelspree und die Gosener Wiesen vorläufig als Überschwemmungsgebiet festgelegt.

Das Kriterium: Statistisch ist einmal in 100 Jahren Land unter zu erwarten. Das bedeutet: Neu- oder Anbauten sind grundsätzlich untersagt, Ausnahmen aber möglich. In dieser Woche beginnt die Beteiligung der Öffentlichkeit zur endgültigen Festlegung der Berliner Überschwemmungsgebiete. Die Unterlagen gibt es hier: berlin.de. Einwände kann man per Mail an die Senatsverwaltung für Umwelt richten: hochwasser@senuvk.berlin.de.

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de

Unser Tipp für Sie

Eis selbst gemacht. In der Schnellerstraße in Niederschöneweide wird seit Kurzem Eis manufakturiert, dass es ein Gedicht ist. Mein Favorit: Sauerrahm-Eis mit Fruchtstückchen. Aber auch die anderen Kreationen sind vielversprechend: Amaretto mit Kirschen, Passionsfrucht mit Granatapfel, Sizilianische Pistazie. Am besten gleich alle drei Sorten nehmen, die großen Waffeln sind ja meistens knuspriger als die kleinen.