Die Datschen in der Erpe-Niederung in Friedrichshagen sind beim Starkregen Ende Juni abgesoffen, wenn dieses Wort mal erlaubt ist. Der Unterschied zu vielen Kellern und Unterführungen der Stadt: Niemand kümmerte sich darum, beklagt Kleingärtner Sebastian Fasbender. Auf einigen Grundstücken stand das Wasser noch in der vergangenen Woche gummistiefelhoch. „Wäre froh, wenn der Checkpoint mal einen Ausflug ins Katastrophengebiet Hinter dem Kurpark unternimmt. Vorher bitte Moskitoschutz auftragen“, schrieb Fasbender. In Treptow-Köpenick sind neben der Erpe-Niederung auch die Müggelspree und die Gosener Wiesen vorläufig als Überschwemmungsgebiet festgelegt.
Das Kriterium: Statistisch ist einmal in 100 Jahren Land unter zu erwarten. Das bedeutet: Neu- oder Anbauten sind grundsätzlich untersagt, Ausnahmen aber möglich. In dieser Woche beginnt die Beteiligung der Öffentlichkeit zur endgültigen Festlegung der Berliner Überschwemmungsgebiete. Die Unterlagen gibt es hier: berlin.de. Einwände kann man per Mail an die Senatsverwaltung für Umwelt richten: hochwasser@senuvk.berlin.de.
Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de
Eis selbst gemacht. In der Schnellerstraße in Niederschöneweide wird seit Kurzem Eis manufakturiert, dass es ein Gedicht ist. Mein Favorit: Sauerrahm-Eis mit Fruchtstückchen. Aber auch die anderen Kreationen sind vielversprechend: Amaretto mit Kirschen, Passionsfrucht mit Granatapfel, Sizilianische Pistazie. Am besten gleich alle drei Sorten nehmen, die großen Waffeln sind ja meistens knuspriger als die kleinen.