• Wazlawik

    Nachbarschaft

    Klausdieter Wazlawik, Ingenieur und Weltverbesserer (Achtung, keine Ironie!) aus Köpenick.

    Agenda 21-Aktivist. Ehrenamtlich arbeite ich schon seit 1993. Auslöser für mein Engagement war die Agenda 21, die von den Vereinten Nationen 1992 in Rio beschlossen wurde. Sie hat die Leitlinien für die nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert gesetzt, die auf kommunaler Ebene mit der Lokalen Agenda 21 umgesetzt werden sollen. Im konziliaren, konfessionsübergreifenden Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in der DDR hatte ich Erfahrungen gesammelt.

    Strukturen schaffen, Menschen gewinnen. Seit 1991 habe ich als Ingenieur für Tiefbohrtechnik und Erdölgewinnung im Bundesumweltministerium gearbeitet, konnte also technisches Wissen mit meinen Kenntnissen der Verwaltung kombinieren. Das heißt, ich habe Möglichkeiten für Veränderungen vor Ort gesehen und konnte im Ministerium testen, was funktioniert und warum etwas nicht funktioniert. Mir war klar, dass man eine Struktur schaffen und möglichst viele Menschen gewinnen muss.

    Wachstum nicht gleich Wohlstand. Als Christ habe ich diese Struktur in den kirchlichen Gemeinden gesehen und die Kommunale Ökumene Treptow-Köpenick begründet, ein Zusammenschluss aus jetzt 25 Gemeinden. Unser erstes Projekt war der Interkulturelle Garten in der Wuhlheide. Und natürlich sind wir Teil des bezirklichen Programms, wenn Treptow-Köpenick 2018 Fair-Trade-Town werden will. Die Gemeinden in der Kommunalen Ökumene bemühen sich, den öko-fairen Einkauf zu intensivieren. Wir leben noch immer in einem Wirtschaftssystem, das nicht nachhaltig ist, auch nicht solidarisch und in dem immer noch gilt: Wachstum gleich Wohlstand. Das ist eine Denkweise, die wir dringend ändern müssen. Da kann jeder mitmachen. Mir ist es ein Bedürfnis und es macht mir auch Spaß.

    Text: Claudia Berlin, Foto: Reginald Gramatté. Wazlawik ist „Stern des Monats Januar“ der Freiwilligenzentrums Sternenfischer. Mehr zu ihm: akademie.de. Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-t.loy@tagesspiegel.de

von
bis
Bitte geben Sie hier den Suchbegriff ein!
Thomas Loy - Redakteur beim Verlag Der Tagesspiegel im Haus am Askanischen Platz in Berlin Kreuzberg. von Thomas Loy tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Treptow-Köpenick,

Gregor der Große wird morgen 70. Dazu von mir im Namen der Leute-Redaktion eine herzliche Gratulation. Der Genosse lebe hoch! Seit Tagen werden in allen großen Blättern der Republik Interviews und Portraits gedruckt, dass es eine Freunde ist. Vor allem für Gregor Gysi, dessen kluge Plauderei und spitzzüngige Finesse jeden Rhetoriktrainer ins Schwärmen geraten lässt. Einen anderen Blick auf den schillernden Politunterhalter und erfolgreichsten Berliner Bundestags-Direktkandidaten, Wahlkreis Treptow-Köpenick („schönster Bezirk Berlins“), hat naturgemäß der Stasi-Aufarbeiter Christian Booß. Der Historiker hat sich durch Gysis vor Kurzem erschienene Autobiografie „Ein Leben ist zu wenig“ (Aufbau-Verlag) gearbeitet. Booß fühlt sich stark an Forrest Gump erinnert, den amerikanischen Romanhelden, der auch immer zufällig anwesend war, wenn etwas Bedeutsames passierte. Gump wird allerdings eine stark unterdurchschnittliche Intelligenz attestiert, was man bei Gysi nicht vermuten würde. tagesspiegel.de, Doku auf MDR siehe auch Kiezkamera

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de

Thomas Loys Tipp für Sie

Hauptmann-Verlosung. Die Neuinszenierung des Zuckmayer-Stücks Hauptmann von Köpenick im Deutschen Theater ist ein Publikumshit, auch das Feuilleton ist überwiegend begeistert. Bislang waren alle Vorstellungen ausverkauft. Weil eigentlich jeder Köpenicker seinem Heimatepos zwei Stunden Aufmerksamkeit widmen sollte, habe ich der Theaterleitung zwei Freikarten abgeschwatzt, die hier zur Verlosung kommen. Die Karten gelten für die (ebenfalls ausverkaufte) Vorstellung am Montag, 26. Februar, um 19.30 Uhr. Die Inszenierung von Jan Bosse dauert 2 Stunden und 20 Minuten. Um 19 Uhr gibt es eine Einführung. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, gehe bitte auf diese Internetseite und fülle das Formular aus. Das Stichwort ist gleichzeitig die Antwort auf die Gewinnfrage: Wer spielte den Hauptmann in der ersten Verfilmung des Theaterstücks? Einsendeschluss ist Freitag, 19. Januar, 13 Uhr.

  • Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule Abspielen Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule
  • Ersatzverkehr bei der U5 Abspielen Ersatzverkehr bei der U5
  • "Kryptowährungen werden in Zukunft eine große Rolle spielen" Abspielen "Kryptowährungen werden in Zukunft eine große Rolle spielen"
  • "Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft kostet nichts, bewirkt aber viel" Abspielen "Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft kostet nichts, bewirkt aber viel"
  • "Warum sollte die Polizei gegenüber dem Volk auch Rechenschaft ablegen?" Abspielen "Warum sollte die Polizei gegenüber dem Volk auch Rechenschaft ablegen?"
  • Der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg Abspielen Wo ist das Weihnachtsgefühl? Eine Suche in Charlottenburg und Neukölln
  • "Mit der deutschen Tugend ist es nicht mehr so weit her." Abspielen "Mit der deutschen Tugend ist es nicht mehr so weit her."
  •  Oberstleutnant Anastasia Biefang Abspielen Anastasia Biefang - Als Transfrau in der Bundeswehr
  • "Die politische Sprache darf sich nicht verengen und Rassisten wittern, wo keine sind." Abspielen "Die politische Sprache darf sich nicht verengen und Rassisten wittern, wo keine sind."
  • "Berlin ist viel besser, als sein Ruf" Abspielen "Berlin ist viel besser, als sein Ruf"
  • "In einem Regierungsamt ist man allen Wählern verpflichtet" Abspielen "In einem Regierungsamt ist man allen Wählern verpflichtet"
  • Live aus dem Newsroom Abspielen Live aus dem Newsroom
  • Ruth Ciesinger und Christian Tretbar. Abspielen Live aus dem Newsroom
  • Ein "Monument" für den Frieden vor dem Brandenburger Tor Abspielen Ein "Monument" für den Frieden vor dem Brandenburger Tor
  • Margot Friedlander vor ihrem Portrait, das in der Ausstellung "Gegen das Vergessen" zu sehen ist. Abspielen Fotoausstellung "Gegen das Vergessen"