Berlin : Bezirksfusion: Der Neue ist ganz der Alte

bey

Lichtenbergs langjähriger Bürgermeister Wolfram Friedersdorff (PDS) bleibt Rathauschef im neuen Großbezirk. Der 50-jährige promovierte Ingenieur-Ökonom wurde am Dienstagabend mit 57 Stimmen, darunter auch von der CDU und der SPD, gewählt. Acht Bezirksverordnete votierten gegen ihn, vier enthielten sich. Wie berichtet, haben die Bezirksverordneten die Wahl der fünf Stadträte auf den 25. Oktober verschoben.

Friedersdoff, fünffacher Vater und seit 1992 im Lichtenberger Bezirksamt zunächst Wirtschafts- und Finanzstadtrat, gilt als sachlich- kompetenter Politiker. Die zurückliegenden fünf Jahre war er Rathaus-Chef. Welche Ressorts er noch übernehmen wird, ist offen. Auch die Verteilung der anderen Bereiche steht noch aus. Darauf werden sich die Fraktionen erst in den nächsten Wochen einigen. Außerdem wolle man noch die Kandidaten richtig kennen lernen, sagte einer der beiden PDS-Fraktionsvorsitzenden, Bernd Ihme. So hätten alle Parteien erst relativ spät ihre Favoriten benannt. Die PDS steht jetzt allerdings unter besonderem Zeitdruck. Schließlich muss kurzfristig für Bärbel Grygier, die ursprünglich für das Gesundheitsressort vorgesehen war, ein Nachfolger bestimmt werden. Grygier will, wie berichtet, als Bürgermeisterin von Friedrichshain/Kreuzberg kandidieren. Aussichtsreichste PDS-Frau dürfte Ellen Homfeld sein, derzeitig Jugend- und Gesundheitsstadträtin in Lichtenberg. Ins neue Amt sollen außerdem für die CDU Peter Fehrmann, bislang Lichtenbergs Wirtschaftsstadtrat, und Rainer Polle, Abteilungsleiter bei der Hohenschönhausener Wohnungsbaugesellschaft, einziehen. Die SPD nominierte den jetzigen Baustadtrat von Lichtenberg, Andreas Geisel, und die PDS schickt fernet Tim Berning-Cziszkus (parteilos), Baustadtrat in Hohenschönhausen, ins Rennen.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar