Berlin : Bezirksfusion: Nur ein Kreuzberger im neuen Rathaus?

sib/jom

Aus den Verhandlungen um den Bürgermeisterposten im Fusionsbezirk wollen die Bündnisgrünen "mit dem Baustadtratsposten" herauskommen, sagte gestern die Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Sybill Klotz. Durch die Mehrheitsverhältnisse sei klar, dass die Grünen keinen Bürgermeisterposten in Anspruch nehmen können. Dass der Kreuzberger Bürgermeister Franz Schulz das Amt des Baustadtrats erhält, sei dagegen unverzichtbar. "Das wäre der einzige Kreuzberger in der Verwaltungsspitze. Es wäre fatal, wenn er den Posten nicht bekäme", unterstrich die Vize-Fraktionschefin Barbara Oesterheld. Eine weitere Gesprächsrunde wird heute zwischen PDS, SPD und Grünen stattfinden.

Die SPD hat gegenüber den beiden möglichen Bündnispartnern ihren Anspruch auf das Amt des BVV-Vorstehers bekräftigt. Hierfür käme dem Vernehmen nach der Kreuzberger Fraktionschef Helmut Borchardt in Frage. Außerdem soll der SPD-Stadtrat Lorenz Postler (bislang Soziales und Gesundheit) zusätzlich das Ressort Wirtschaft übernehmen. Die PDS schickt den Friedrichshainer Kulturstadtrat Dieter Hildebrandt als Bürgermeisterkandidaten ins Rennen. Cornelia Reinauer aus Kreuzberg, derzeit in Marzahn tätig, soll das Jugendressort erhalten - dann wäre der Grüne Schulz auch nicht einziger Kreuzberger im Rathaus. Die CDU, die ein Bündnis gegen die PDS schmieden wollte, bleibt zunächst außen vor. "Keine Veranlassung zu neuen Gesprächen mit SPD und Grünen" sah gestern CDU-Fraktionschef Dieter Dummin.

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