Berlin : Bezirksfusion: Trotzdem an alten Vierteln festhalten

Mit der Bezirksreform werden in Jahrhunderten gewachsene Strukturen über den Haufen geworfen, ja: zerhackt. Dieser Ansicht ist jedenfalls Jan Rave, der Vorsitzende des Bundes Deutscher Architekten. Rave erwartet, "dass die Bürger und Besucher Berlins die neuen, unplausibel zusammengeschusterten Großbezirke emotional nicht annehmen werden". Um "den bevorstehenden Identitätsverlust" auszugleichen schlägt Rave vor, die historischen Ortsteile wieder zu beleben. Architekt Rave hat auch gleich einen Stadtplan mit Namensvorschlägen für die einzelnen Quartiere gezeichnet. Der Tagesspiegel wird bei der Vorstellung der neuen Fusionsbezirke auch den jeweiligen Stadtplan mit den von Rave vorgeschlagenen Stadtteil-Namen veröffentlichen.

Drei Regeln hat Rave sich selbst gesetzt: Respektierung der bisherigen Bezirksgrenzen; möglichst annähernd gleiche Größe beziehungsweise Struktur; möglichst kurze, bekannte oder, wenn erforderlich, neue, prägnante Namen. Endungen auf "Siedlung" und "Kiez" hat Rave vermieden.

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