Berlin : Bezirksfusion: Wo wohnen Sie denn?

Die Bezirksreform bringt die Berliner durcheinander. Aus 23 Bezirken werden 12, Bezirksämter werden zusammengelegt, Rathäuser aufgegeben. In Jahrhunderten gewachsene Strukturen werden über den Haufen geworfen, ja: zerhackt. Dieser Ansicht ist jedenfalls Jan Rave, der ehemalige Vorsitzende des Berliner Landesverbands des Bundes Deutscher Architekten. Rave erwartet, "dass die Bürger und Besucher Berlins die neuen, unplausibel zusammengeschusterten Großbezirke emotional nicht annehmen werden". Um "den bevorstehenden Identitätsverlust" auszugleichen, schlägt Rave vor, die historischen Ortsteile wieder zu beleben. Wir veröffentlichen seinen Stadtplan mit Namensvorschlägen für die einzelnen Quartiere der Fusionsbezirke. Drei Spielregeln hat Rave sich gesetzt: Respektierung der bisherigen Bezirksgrenzen; möglichst gleiche Größe beziehungsweise Struktur; möglichst kurze, bekannte oder - wenn erforderlich - neue, prägnante Namen. Ausgenommen sind reine Gewerbegebiete und Freiflächen, vermieden hat Rave Endungen auf "Siedlung" und "Kiez".

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