Berlin : Bibbern oder bieten: Vorverkauf für die Stones rollt an

So kommt man ab heute ans Ticket fürs Konzert im Olympiastadion

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Peter Schwenkow hat’s gut. Er weiß jetzt schon, dass er mit Sicherheit zu allen RollingStones-Konzerten im nächsten Sommer gehen kann. Mit seiner Deutschen Entertainment AG veranstaltet er die Tournee durch die Bundesrepublik, also auch den Auftritt am 15. Juni im Berliner Olympiastadion. Alle anderen, die nicht Firmen-Chef sind, aber trotzdem die „geilste Band der Welt“ (Schwenkow) sehen wollen, müssen zwischen 74,30 und 94,30 Euro zahlen. So viel kosten die Tickets, die am heutigen Sonnabend Punkt 9 Uhr in den Vorverkauf gehen. „Etwa 58 000 Karten bieten wir an“, sagt Schwenkow. Die werden wohl kaum reichen. Das schließ beispielsweise Margarethe Jedamski, die Geschäftsführerin der Showtime-Konzertkassen, die im KaDeWe, bei Wertheim und Karstadt zu finden sind. Und wie kommt der Stones-Fan nun ans Ticket?

Die sichere Methode . Zur Konzertkasse gehen. Allerdings ist das nur etwas für Ausgeschlafene. Wer dies hier nach 9 Uhr liest und nicht in der Schlage steht, dürfte etwas spät dran sein. Zwei der drei Münchener Konzerte waren im Handumdrehen ausverkauft. So heißt es doppelt bibbern – vor Kälte und vor Angst, keine Karte mehr zu bekommen.

Die bequeme Methode. Übers Internet oder das Telefon buchen (Adressen siehe unten, Kreditkarte parat halten.). Doch auch hier heißt es zittern – das System kann zusammenbrechen, wie beim Verkaufsstart in München. „Ich gehe davon aus, dass das dieses Mal nicht der Fall ist“, sagt DEAG-Chef Schwenkow. Die Technik wurde verstärkt.

Die coole Methode. Abwarten, dass kurz vor dem Konzert erneut einige Karten in den Handel kommen. Bei den Auftritten von Kylie Minogue und Madonna war es so. Schwarzhändler ärgerten sich damals schwarz, weil keiner Fantasiepreise zahlen wollte. Gut möglich, dass sie auch bei den Stones auf Granit beißen, weil es im Sommer noch einmal einen Schwung Karten gibt.

Die Zockermethode . Bei Ebay mitsteigern. Das kann aber teuer werden. Für die Münchener Konzerte lagen die Gebote gestern teilweise drei Mal so hoch wie der normale Verkaufspreis.

Die kriminelle Methode. Ticket fälschen. „Die Karten sind mindestens so sicher wie der Euro“, sagt Peter Schwenkow. Also Finger weg. Sonst heißt es Steine klopfen statt Stones gucken. ling

Weitere Informationen im Internet unter www.deag.de , www.rollingstones.com oder www.ebay, Ticket-Telefon 61 10 13 13

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