Bildung in Berlin : Schulessen soll besser kontrolliert werden

Bildungssenatorin Sandra Scheeres richtet eine Kontrollstelle für die Schulverpflegung ein. Fachleute sollen die Qualität des Essens überprüfen.

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An den meisten Grundschulen klappt es mit dem Mittagessen. An den Oberschulen gibt es aber Probleme.
An den meisten Grundschulen klappt es mit dem Mittagessen. An den Oberschulen gibt es aber Probleme.Foto: picture alliance / dpa

Das Mittagessen in Berliner Schulen soll künftig besser kontrolliert werden. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) richtet eine Fachkontrollstelle ein, der drei Personen - zwei Lebensmittelkontrolleure und als Leitung ein Ernährungswissenschaftler - angehören sollen. Das teilte Scheeres am Dienstag nach einer Senatssitzung mit. Eine solche Kontrolle des Schulmittagessens sei bundesweit einmalig, sagte Scheeres.

In Pankow angesiedelt

Die Fachkontrollstelle ist im Bezirk Pankow angesiedelt, ihre Einrichtung wurde bereits im Juli 2014 angekündigt.

Die Kontrolleure sollen die Qualität des Mittagessens professionell überprüfen und unter anderem sicherstellen, dass die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) eingehalten werden. Es gehe aber auch darum, ob für den Preis von 3,25 Euro pro Essen genügend auf den Tellern der Kinder ankomme.

Mehr als eine "gefühlte Kontrolle"

Mit der Fachstelle werde "der gefühlten Kontrolle (zu heiß/kalt, weichgekocht, schmeckt nicht oder die Portion ist zu klein) in den Schulen eine professionelle Kontrolle zur Seite gestellt", so Scheeres.

Bisher wurde das Schulessen nur bei den regulären Kontrollen des Gesundheitsamts überprüft und außerdem von den Essensausschüssen der Schulen bewertet, der Lehrer und Eltern angehören.

Die Essensausschüsse der Schulen können sich an die Fachkontrollstelle wenden, wenn sie den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt.

Proben werden im Labor auf Vitamin- und Nährstoffgehalt untersucht

Die Mitarbeiter der Fachkontrollstelle sollen regelmäßig, aber auch anlassbezogen die Ausgabeküchen und die Produktionsküchen der Caterer besuchen und unter anderem Warmhaltezeiten überprüfen, aber auch Stichproben des Mittagessens ziehen. Diese sollen dann im Labor untersucht werden, auf Vitamingehalt, Nährstoffzusammensetzung und Qualität. Eine Probe besteht aus insgesamt 20 einzelnen Tagesproben, die im Zeitraum von 20 Tagen durchgehend und täglich genommen werden. Der Grund ist, dass die DGE als Standard einen Vier-Wochen-Speiseplan (mit 20 Verpflegungstagen) vorgibt.

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