Bildung : Nur noch Noten entscheiden wer Gymnasiast wird

Eine Durchschnittsnote von 2,0 müssen Berliner Kinder erreichen, um das Gymnsium besuchen zu können. Auch das Probehalbejahr soll abgeschafft werden.

BerlinAllein nach dem Notendurchschnitt soll in Berlin künftig entschieden werden, wer aufs Gymnasium kommt. Das plant offenbar die Projektgruppe der Berliner Bildungsverwaltung, die die neue Schulstruktur vorbereitet. "Schulnoten sind das objektivste
Kriterium, das wir kennen", sagte Thomas Duveneck, leitender Mitarbeiter im Stab von Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD), nach Informationen der "Berliner Zeitung"bei einer Veranstaltung des Landeselternausschusses. Im Gegenzug sollen mit der Einführung des zweigliedrigen Schulsystems in Berlin die Schulverweise und das Probehalbjahr am Gymnasium abgeschafft werden.

Der Elternwille würde nach den Planungen ebenso wie die Bildungsgangempfehlung der Grundschulen keine maßgebliche Rolle mehr beim Zugang aufs Gymnasium spielen, heißt es weiter. Erklärtes Ziel der Projektgruppe sei es, "den Zugang zum Gymnasium etwas knapper zu gestalten", sagte Duveneck.

Nach Angaben des Vorsitzenden der GEW-Schulleitervereinigung, Wolfgang Harnischfeger, sollten Kinder in den vier Kernfächern Deutsch, erste Fremdsprache, Mathematik und Naturwissenschaften eine Durchschnittsnote von 2,0 erreichen, um aufs Gymnasium zu kommen.

Hintergrund dieser Maßnahme ist dem Blatt zufolge das von Zöllner geplante zweigliedrige Schulsystem, das in gut fünf Jahren aus dem Gymnasium und einer sogenannten Regionalschule bestehen soll. In dieser Regionalschule sollen Haupt-, Real- und Gesamtschulen aufgehen. (bvdw/ddp)

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