Bildung : Senator fordert Förderung aller Schüler

Berlins neuer Bildungssenator Zöllner hat hinsichtlich der geplanten Projektphase für eine Gemeinschaftsschule die Förderung aller Schüler gefordert und für Akzeptanz bei Eltern und Schülern geworben.

Berlin - "Es wird keine Schulform für eine bestimmte Gruppe von Schülern geben", sagte der Politiker auf einer Informationsveranstaltung der Linkspartei/PDS. Auch bei der Realisierung der Gemeinschaftsschule komme es darauf an, die unterschiedlichen Begabungen, Neigungen und Talente jedes Einzelnen optimal zu fördern.

Das Lernen könne nicht erzwungen werden, fügte Zöllner hinzu. Der Erfolg eines Schulsystems sei abhängig von der Akzeptanz durch Eltern und Schüler. Der eigentliche Lernerfolg hänge von den Lehrern ab, fügte der Senator hinzu. Das Lernen und nicht das Unterrichten müsse an deutschen Schulen im Mittelpunkt stehen, fügte Zöllner hinzu.

Projektphase soll im nächsten Schuljahr starten

Selbst die beste Struktur- und Organisationsform einer Schule werde nicht von Erfolg gekrönt sein, wenn die Lehrer nicht motiviert und den Anforderungen entsprechend qualifiziert seien. Bildung sei für den Einzelnen wie die Gesellschaft die wichtigste Voraussetzung, um zukunftsfähig werden und wirtschaftlich bestehen zu können in einer sich immer rasanter entwickelnden Welt.

Die Projektphase der Gemeinschaftsschule kann nach Darstellung der Fraktionschefin der Linkspartei/PDS, Carola Bluhm, "technisch und faktisch" zu Beginn des nächsten Schuljahrs beginnen. Bis dahin müsse aber die Qualität des Vorhabens gesichert sein, räumte sie ein. Es hätten sich schon viele Schulen gemeldet, die sich an dem Projekt beteiligen wollten. Insgesamt stünden für die Projektphase 22 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Bluhm.

Nach dem so genannten Pisa-Schock sieht Zöllner auch allgemein Chancen für das deutsche Schulsystem. Pisa sei für ihn quasi das Symbol für den Systemwechsel im deutschen Bildungssystem, sagte Zöllner im ZDF-"Morgenmagazin". Er sei fest davon überzeugt, dass seither Deutschlands Schulen besser geworden seien. Pisa stehe für einen Systemwechsel, der darauf ziele, möglichst jeden Schüler maximal individuell zu fördern. (tso/ddp)

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