Berlin : Bildungspolitik: Weniger Wahlfreiheit in den Oberstufen

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Das Fach Deutsch und die Fremdsprachen bekommen in der gymnasialen Oberstufe ein stärkeres Gewicht. Vom kommenden Schuljahr an muss eins von beiden zu den vier Prüfungsfächern gehören. Dies wurde den Schulen jetzt kurzfristig mitgeteilt. Hunderte Elftklässler müssen deshalb ihre bereits getroffene Wahl korrigieren, weil sechs Fächerkombinationen gestrichen wurden. Schüler und Schulen sind gleichermaßen verärgert.

In einigen Schulen waren die Meldefristen bereits abgelaufen, als das entsprechende Fax der Senatsschulverwaltung via Landesschulamt am 21. März eintraf. Jetzt müssen die Kinder auf die Schnelle neue Fachkombinationen wählen. Aber auch die übrigen Schulen sind verärgert über die späte Information, denn die Verwaltung wusste seit langem, dass die Kultusministerkonferenz die Berliner Wahlmöglichkeiten einschränken wollte. Allein am Neuköllner Albert-Einstein-Gymnasium sind rund zehn Schüler von der Änderung betroffen. "Eine unschöne Situation", urteilt Schulleiter Klaus Lehnert. Gesamtelternvertreterin Ilona Isrusch rät den Verantwortlichen in der Schulverwaltung zu einem jährlichen Pflichtpraktikum an einer Berliner Schule, "damit sie den Bezug zum Schulalltag nicht verlieren".

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