Bilinguale Schulen in Berlin : Wie viel Deutsch muss sein?

Die Frage, welchen Stellenwert die deutsche Sprache in Berlins internationalen Schulen haben soll, gewinnt zunehmend an Brisanz. Die Bildungsverwaltung des Senats will eine Deutschquote einführen. Mit einer Diskussionsveranstaltung wollen sich die freien internationalen Schulen wehren.

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Prinzessin Eugenie schaut Schülerinnen über die Schulter.
Prinzessin Eugenie schaut Schülerinnen über die Schulter.Foto: Buddy Bartelsen/Britische Botschaft Berlin

Immer mehr freie Schulen haben in den vergangenen Jahren ein englisches Profil entwickelt und dabei die deutsche Sprache zunehmend ausgeblendet. Die Bildungsverwaltung  hat darüber lange Zeit hinweggesehen. Neuerdings achtet sie stärker darauf, den Anteil des Deutschen zu kontrollieren und bindet auch die Bezuschussung von Schulen an die Bedingung, dass die deutsche Sprache genügend berücksichtigt wird.

Einige freie internationale Schulen fühlen sich dadurch gegängelt. Sie argumentieren damit, dass sich viele Studiengänge an deutschen Hochschulen „auf Englisch eingestellt haben“. Zudem sei Berlin so international geworden, dass man es den mobilen Familien ermöglichen sollte, ein englisches Curriculum zu durchlaufen.

 Um ihrer Forderung nach größeren Spielräumen Gehör zu verschaffen, lädt die „Bildungsinitiative für das internationale Berlin“ (BIIB) am Montag um 19 Uhr zur Diskussionsveranstaltung „Ist Englisch eigentlich noch eine Fremdsprache“ in den Grünen Salon. Auf dem Podium sitzen Bildungspolitiker der SPD, Grünen und Piraten - Renate Harant, Stefanie Remlinger und Martin Delius - sowie ein Vertreter von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, Bildungsverwaltung  und BIBB (Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin).

 

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