Berlin : BKA-Zelt: Lust aufs Luftschloss

ling

Viel Lärm um nichts? Die Berliner Kabarett-Anstalt (BKA) sieht das Aus für ihr Zelt auf dem Schlossplatz gekommen, weil die Nutzungserlaubnis zum Jahresende ausläuft. Doch wie die Nachfrage ergab, haben das Bezirksamt und die zuständige Senatsverwaltung nichts gegen eine Verlängerung. Bisher zeigten sich die Behörden allerdings skeptisch. Die BKA-Betreiber wussten eigenen Angaben zufolge noch nichts vom Stimmungswandel. Zudem hat ihnen das Bezirksamt ein Gelände an der Hussitenstraße am Humboldthain angeboten.

Bisher nahmen die BKA-Leute an, auf die Fläche des kriegszerstörten Nordbahnhofs umziehen und dort wie am Schlossplatz Kabarett, Comedy, Variete¿, Konzerte und Partys bieten zu können. Doch hier soll eine Sport- und Parkanlage entstehen, und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sieht keinen Platz fürs Luftschloss. Denn das Grün gehört zu so genannten Ausgleichsmaßnahmen für Neubauten, denen Bäume und Sträucher weichen mussten. "Die Planungen laufen beinahe zehn Jahre", sagt Behördensprecherin Petra Rohland. Ende des Jahres stehen Details fest. "Wir sehen uns zudem nicht in der Pflicht, für einen privaten Betreiber einen Standort zu finden."

Das fuchst die Leute vom BKA. Sie verweisen aufs Tempodrom, für das sich die Verwaltung eingesetzt habe, als das Projekt in finanzielle Schieflage geriet. Wie berichtet, verteuerte sich der Neubau immens. "Ins Tempodrom sind viele EU-Fördermittel geflossen. Die wären in den Sand gesetzt gewesen", verteidigt die Behördensprecherin das Eingreifen der öffentlichen Hand.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben