Berlin : Blair zieht nach Geburt seines Sohnes "Millenniumsgeneration" vor

sib/AP

Der britische Premierminister Tony Blair hat seine Teilnahme an der Berliner Regierungskonferenz "Modernes Regieren im 21. Jahrhundert" vom 2. bis 3. Juni abgesagt. Auch eine Zusage des israelischen Premierministers Ehud Barak steht nach offiziellen Angaben noch aus.

Wie ein Regierungssprecher gestern mitteilte, sei es nicht ausgeschlossen, dass sich Blair vertreten lasse. Zur Expertentagung im Rahmen der Konferenz am 2. Juni, würden britische Wissenschaftler aber nach wie vor erwartet. Premier Blair habe Bundeskanzler Schröder telefonisch über seine Absage informiert. "Er möchte sich um die Millenniumsgeneration kümmern", wurde Schröder nach dem Gespräch zitiert. Auch ein Sprecher des Labour-Politikers in London begründete die Absage mit der Geburt von Blairs Sohn Leo vor einer Woche. Der britische Premier werde zurzeit keine offiziellen Termine wahrnehmen - mit Ausnahme der wöchentlichen Audienz bei Königin Elizabeth. Blairs Nichtteilnahme hat keine Auswirkungen auf die Berliner Konferenz. Das war vor einigen Monaten anders: Das Gipfeltreffen war bereits für das Frühjahr vorgesehen gewesen, musste aber verschoben werden, nachdem zunächst Blair wegen der damals bevorstehenden Londoner Bürgermeisterwahl abgesagt hatte. Daraufhin verzichteten auch US-Präsident Clinton und der französische Ministerpräsident Jospin. Für die Konferenz in der kommenden Woche haben 13 Länder ihr Kommen zugesagt: Argentinien, Brasilien, Chile, Frankreich, Griechenland, Italien, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Portugal, Schweden, Südafrika, USA.

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