Berlin : Blick nach Osten

Magazin feiert im China Club

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Elitäre Ruhe herrschte am Mittwochabend nicht gerade im 5. Stock des AdlonPalais – im „postmodernen Wunderland“ Anne Maria Jagdfelds . So wird der im April eröffnet China Club in der jüngsten Ausgabe des Architectural Digest – kurz AD – bezeichnet. Mit „China-Chic, dem neuen Luxus im Zeichen des Drachen“ hat Chefredakteurin Margit J. Mayer die Hochglanzseiten des Novemberheftes gefüllt – „Das Reich von Mitte“ in Berlin nimmt in dem gleichnamigen Beitrag mit opulenten Farbfotos allein acht Seiten ein. Was lag da näher, als im China Club den „neuen Luxus“ in Heftform zu feiern – mit Champagner und geladenen Gästen – darunter Gisela von Schenk aus der Villa Harteneck, Quartier 206-Chef Wolfgang Nagel und Adlon-Direktor Jean van Daalen . Letztere dürften den Club schon kennen, die meisten aber waren der Einladung vor allem gefolgt, um einen Blick hineinzu- werfen, wo sich dank Anne Maria Jagdfelds Design das „China der Kaiserzeit, das koloniale Shanghai und die ironische Pop-Art der heutigen Volksrepublik zu einem Stilcocktail gefunden haben, wie ihn Deutschland noch nicht gesehen hat“ – so das AD. Sonst ist der Club ja ein Refugium für Leute, denen besagte elitäre Ruhe und Oase die Aufnahmegebühr von 10 000 Euro zuzüglich 1500 Euro Jahresbeitrag wert ist. 200 Mitglieder sollen sich schon gefunden haben, 2000 strebt Jagdfeld für den Club an. „Bist du Mitglied“, fragte denn abends einer der smarten jungen Männer einen anderen und lobte dann weltmännisch den „Metropolencharakter“ des „Felix“ im gleichen Haus. Zum mitternächtlichen Absacker aber war dort von Großstadt kaum etwas zu spüren – statt Metropole herrschte gähnende Leere. hema

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