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Blindgänger : Bombensprengungen in Oranienburg und Neuruppin

Wegen der Sprengung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten am Vormittag 4500 Bewohner Oranienburgs ihre Häuser verlassen. Auch in Neuruppin wurde ein Blindgänger unschädlich gemacht.

Die Evakuierung in Oranienburg verlaufe ruhig und planmäßig, sagte Stadtsprecher Björn Lüttmann am Vormittag. Nur einige Anwohner mussten von der Feuerwehr aus den Häusern gebeten werden. Um 12 Uhr sollte die 500 Kilo schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt werden. Auch in Neuruppin mussten laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa 2600 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die Sprengung der dort gefundenen Fliegerbombe fand demnach bereits um 11 Uhr statt.

Für die Evakuierung und die Sicherung des Sperrkreises in Oranienburg waren laut des Sprechers 100 Mitarbeiter der Stadt, 80 Feuerwehrleute und zahlreiche Polizisten im Einsatz. Mehrere Stunden lang kommt auch die Schifffahrt auf dem Oder-Havel-Kanal zum Erliegen. Die Stadt organisierte mehrere Ausweichquartiere für betroffene Anwohner, etwa in einer Kirche und in einem Kulturhaus. Gegen 13 Uhr könnten die Bürger wieder in ihre Häuser zurückkehren, sagte der Sprecher weiter.

Die Bewohner Oranienburgs haben seit Jahren Routine bei der Beseitigung von Bomben: Nach Angaben der Stadt sind seit der Wende rund 130 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht worden. Oranienburg war unter anderem deshalb Ziel von Angriffen, weil ein Flughafen in unmittelbarer Nähe zu den Heinkel-Werken gehörte, in denen deutsche Kriegsflugzeuge gebaut wurden. Wegen der Blindgänger seien auch dauerhaft zahlreiche Straßen in und um die Innenstadt herum für den auswärtigen Schwerlastverkehr und Busse gesperrt, sagte Stadtsprecher Lüttmann. (dapd)

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