Berlin : Blindgänger in Kaulsdorf gesprengt Einfamilienhaussiedlung von der Polizei geräumt

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Eine böse Überraschung erlebten am Mittwoch die Eigentümer eines Grundstücks in Kaulsdorf. In der neuen Einfamilienhaussiedlung in dem Marzahner Ortsteil fanden Arbeiter beim Ausschachten des Kellers einen verdächtigen Gegenstand. Gegen 10 Uhr früh alarmierten sie die Polizei, die Spezialisten identifizierten den verrosteten Sprengkörper als 70-Kilo-Bombe sowjetischer Produktion. Da der Zünder sich nicht herausschrauben ließ, wurde er an Ort und Stelle abgesprengt. Dabei werden wenige Gramm Sprengstoff so kontrolliert gezündet, dass der eigentliche Inhalt der Bombe nicht hoch- geht, sondern nur der Zünder unschädlich gemacht wird.

Zuvor jedoch klingelten sich Dutzende Polizisten durch die umliegenden Häuser. Etwa 30 Personen, die in den 70 gefährdeten Häusern angetroffen wurden, mussten mit einem Bus in eine Schule an der Allee der Kosmonauten gebracht werden. Erst am Nachmittag nach 14.30 Uhr konnten die Bewohner in ihre Häuser zurück, nachdem die Feuerwerker der Polizei die Reste der Weltkriegsbombe geborgen hatten.

Noch etwa 25 Jahre lang werde man in Berlin Blindgänger finden, schätzen Experten auf der Grundlage der Statistiken der Alliierten. 500 000 Tonnen Bomben haben die Kriegsgegner im Zweiten Weltkrieg über Berlin abgeworfen, 25 000 bis 75 000 Tonnen explodierten nicht und blieben als Blindgänger liegen. Seit 1948 wurden 10 000 unschädlich gemacht.

Heute Vormittag wird in Brandenburg die Autobahn 11 nach Stettin gesperrt. Nahe der Anschlussstelle Pfingstberg muss Munition gesprengt werden, wie die Polizei mitteilte. Zwischen 10.30 Uhr und 11 Uhr soll der Verkehr in beide Richtungen gestoppt werden, da es keine Umleitung gibt, müssen Autofahrer in dieser halben Stunde pausieren. Ha

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