Berlin : Bloß keinen Studenten

Juliane Schäuble

Bei einer Skifahrt in der Oberstufe vor zehn Jahren haben sie sich ineinander verliebt, am 24. August dieses Jahres wurde geheiratet. "Eigentlich mochten wir uns damals nicht besonders", sagt Melanie Knöpke. Aber als der erfahrenere Skifahrer Sven die Anfängerin Melanie bei einer Abfahrt zwischen die Beine nehmen sollte, und die beiden dann unfreiwillig, statt auf dem Ziehweg zu bleiben, eine Buckelpiste herunterrutschten, muss es irgendwie gefunkt haben.

Auf jeden Fall war die Flamme entfacht, und "nach einem halben Jahr Heimlichtuerei", da beide noch in anderen Beziehungen steckten, war es offiziell: Melanie Werblow und Sven Knöpke sind ein Paar. Inzwischen arbeitet die 27-Jährige als Steuerfachangestellte in Frohnau. Ihr Mann hat das erste juristische Staatsexamen gerade hinter sich gebracht und absolviert jetzt sein Referendariat. Das war wichtig für Melanie, für die immer klar war, dass sie keinen Studenten heiraten würde. Den Ort des Heiratsantrages hat Sven bewusst gewählt: "Am Tegeler See haben wir uns das erste Mal geküsst", erzählt er, "also war klar, dass es dort sein musste."

Obwohl die beiden sich selbst nicht als die größten Partylöwen bezeichnen, wurde eine große Hochzeit mit allem Drum und Dran geplant. Standesamt in Reinickendorf, kirchliche Trauung in Borsigwalde und am selben Tag noch das Hochzeitsfest in einem Hotel in Rheinsberg: "Anstrengend war das schon", gibt Melanie zu. Aber mit ihrer Trauzeugin hatten sie die perfekte Organisatorin gefunden, von Reiswerfen, über Baumstamm-Zersägen zu aufsteigenden Herzluftballons war alles dabei. "Wir haben jeden erdenklichen Brauch mitgemacht", sagt Sven. Der schönste Moment für das junge Brautpaar war ein eigens für sie organisiertes Feuerwerk über dem See vor ihrem Hotel. Auf einer Decke liegend hatten sie 20 Minuten lang Ruhe vor all dem Hochzeitsstress und genossen den romantischen Anblick ganz für sich.

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