• BMW-Chef zu Klimaanlagen-Verbot in Dienstwagen: „Die Politiker würden mehr denn je schwitzen“

BMW-Chef zu Klimaanlagen-Verbot in Dienstwagen : „Die Politiker würden mehr denn je schwitzen“

Herr Schröder, neu gekaufte oder geleaste Dienstwagen der Berliner Politiker und Verwaltungen dürfen nach dem jüngsten Erlass von Umweltsenatorin Katrin Lompscher keine Klimaanlage mehr haben. Das soll den Schadstoffausstoß reduzieren. Was halten Sie davon?

Das ist zu kurz gedacht. Heutzutage ist die Klimaanlage in der gehobenen Klasse serienmäßig, was auch der Sicherheit dient. Stichwort: kühler Kopf im Straßenverkehr. Bei einer Bestellung im Sinne des Erlasses müssten wir die Anlage aufwändig ausbauen, denn sie ist ein integrativer Bestandteil. Das wäre sehr unökonomisch. Es wäre in diesem Falle günstiger, einen BMW zu kaufen und dessen Klimaanlage einfach nicht einzuschalten. Dann würden Berlins Politiker aber mehr denn je ins Schwitzen kommen ...

Wieso?

Weil die Autos heute immer windschnittiger gebaut werden. Das senkt im Sinne des Umweltschutzes den Luftwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch. Es hat aber zur Folge, dass die Frontscheiben flacher sind. Durch die direktere Sonneneinstrahlung heizt sich der Wagen entsprechend stärker auf.

Etliche Berliner Dienstwagen sind BMWs. Wieviel Kraftstoff verbraucht eine moderne Klimaanlage in diesen Autos?

Etwa 0,5 Liter pro 100 Kilometer, etwas mehr oder weniger je nach Außentemperatur und Strecke, zum Beispiel Landstraße oder Stadtverkehr. Die neuesten elektronisch gesteuerten Anlagen halten eine konstante Innentemperatur. Sie regeln sich automatisch ähnlich einer thermostatgesteuerten Wohnungsheizung. Das senkt den Verbrauch erheblich.Und die Entwicklung schreitet auch hier im Sinne des Klimaschutzes schnell voran.

Die Fragen stellte Christoph Stollowsky.



HANS-REINER SCHRÖDER
(50)
leitet seit Beginn dieses Jahres die BMW-Niederlassung Berlin. Zuvor war er in gleicher Funktion in Nürnberg tätig.

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