Berlin : BODEN SCHÄTZE

Niedlich und praktisch. Sie haben die Lösung für alle Schlaglochprobleme. Foto:dpa
Niedlich und praktisch. Sie haben die Lösung für alle Schlaglochprobleme. Foto:dpaFoto: picture alliance / dpa

Der Frühling ist da, die Straßen sind marode – und die Hundehaufen frisch aufgetaut. Unser Leser Karl-Friedrich Lentze, der uns immer wieder mit Ideen und Erfindungen zur Verbesserung des urbanen Lebens versorgt, hat auch hierfür ein Konzept, das man zumindest an dieser Stelle einmal würdigen sollte. Wir zitieren deshalb aus der Beschreibung der von ihm erdachten Schlaglochbeseitigung schnell und preiswert mit sogenannter Stopfscheiße aus Hundekot, die er auch dem Deutschen Patent- und Markenamt vorgelegt hat:

„Die jeweils am Straßenrand eingesammelte benötigte Menge alten oder frischen Kots wird direkt im Schlagloch mit Bindemittel bzw. Stabilisator (z.B. Kunstharz) vermengt, je nach Wunsch/Notwendigkeit noch etwas Sand rüber, und fertig! Kurze Zeit später ist die betreffende Stelle, nunmehr belastbar bis ca. 1 600 Kilogramm pro Quadratzentimeter (!), wieder befahrbar. Feststampfen mit dem Rüttler entfällt. Die erhebliche Lärmbelästigung können wir künftig

vergessen.

Fazit: Der geringe Arbeitsaufwand und die weit geringeren Materialkosten werden schon bald die Stadtkasse spürbar entlasten. Und die BSR kann sich wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Ein weites Feld für Stadt-/Verkehrsplaner/innen ergibt sich durch die Verwendung bewusst farbig/strukturell betonten Flickmaterials. Eine lohnende Aufgabe auch für Designer/innen.

Übrigens wären im Zuge weiterer Forschungen möglicherweise sogar sogenannte Hundekot-Straßen (Huko-Straßen), das heißt nicht geteert, sondern ,beschissen’, denkbar.

Eine faszinierende Idee, deren Realisation gerade in Berlin weitgehend unabhängig von externen Zulieferern machen würde. Ein nicht wohlhabender Stadtstaat kann es sich kaum leisten, einen in dieser Region in großen Mengen vorkommenden, höchst einfach zu bergenden Bodenschatz teuer zu entsorgen beziehungsweise wegzuwerfen. Die Verwendbarkeit in jede denkbare Richtung muss zumindest sorgfältig geprüft werden.“

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