• Böger bleibt bei Nein zu „Pisa“-Nachtest OECD gab einen Tag nach Absage doch noch grünes Licht

Berlin : Böger bleibt bei Nein zu „Pisa“-Nachtest OECD gab einen Tag nach Absage doch noch grünes Licht

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„Pisa“ und kein Ende: Nachdem Berlin und Hamburg ihre geplanten Schulleistungstests wegen internationaler Abstimmungsprobleme bereits abgesagt haben, gibt die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) ihnen dafür nun doch noch grünes Licht. Trotzdem bleibt es bei der Absage in beiden Stadtstaaten, betonten am Mittwoch übereinstimmend Berlins Schulsenator Klaus Böger (SPD) und sein Hamburger Kollege Rudolf Lange (FDP). Sie sind verärgert und kritisieren die OECD wegen eines „fahrlässigen Umgangs“ mit „unseren ernsthaften und zeitaufwändigen Bemühungen, eine seriöse Nachuntersuchung zu Pisa zu organisieren“.

Am Montag hatte Böger überraschend die für diesen Juni geplanten Nachtests an 50 Haupt- und Gesamtschulen der Stadt abgesagt, weil der ultimative Termin für die Zustimmung aus Paris verstrichen war. Diese ist nötig; denn der „Pisa“-Test ist ein geschütztes Label. Böger wie Lange sahen wegen der bevorstehenden Sommerferien nun keinen zeitlichen Spielraum mehr. Die Nachtests in Berlin waren nötig geworden, weil am regulären Testdurchlauf im Jahr 2000 zu wenige Schüler teilgenommen hatten, um die Leistungen mit anderen Bundesländern vergleichen zu können.

Die verspätete Zusage kam also letztlich nur einen Tag nach der Absage. Die Max-Planck-Wissenschaftlerin Cordula Artelt spricht von einem „sehr unglücklichen Zusammentreffen“ der Ereignisse. Die Nachtests wären seriös möglich gewesen.rt

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