Berlin : Böger setzt auf ein neues Pflichtfach

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In Berlin gibt es keine Verpflichtung, an einem Religions oder Werteunterricht teilzunehmen. Die Schüler können aber zwischen mehreren Angeboten wählen. Nachdem jahrzehntelang nur die Evangelische und Katholische Kirche an den Schulen präsent waren, haben inzwischen weitere Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften Fuß gefasst. Der Humanistische Verband etwa erreicht rund 33 000 Kinder im Fach „Lebenskunde“. Die Islamische Föderation unterrichtet mehr als 4000 Kinder. Die Personalkosten trägt das Land.

DAS KONZEPT

Bildungssenator Klaus Böger (SPD) hat von den Regierungsfraktionen den Auftrag erhalten, ein neues Konzept für die Wertevermittlung vorzulegen. Ziel ist ein gemeinsames Pflichtfach nach dem Vorbild des Brandenburger Modells „Lebensgestaltung, Ethik, Religionskunde (LER)“. Strittig ist in den Fraktionen, ob eine Abmeldung von dem neuen Fach möglich sein soll, wenn Kinder am Unterricht einer Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft teilnehmen wollen. Egal wie das Konzept aussieht: Es muss sich einfügen in die Staatskirchenverträge, die zum Jahresende abgeschlossen werden sollen. sve

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