• Böger will schon bald mit Chipkarte schwimmen Sportsenator hofft auf schnelle Umsetzung der Idee des Bäderchefs

Berlin : Böger will schon bald mit Chipkarte schwimmen Sportsenator hofft auf schnelle Umsetzung der Idee des Bäderchefs

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Die Pläne von Bäderchef Klaus Lipinsky haben viele Befürworter gefunden. Sportsenator Klaus Böger (SPD) erwartet, dass sie schnell umgesetzt werden. Am Freitag trifft er sich deshalb mit den Sportpolitikern von SPD und PDS. Lipinsky hatte am Wochenende in einem TagesspiegelInterview angekündigt, die Berliner künftig mit Chipkarte zahlen zu lassen und die Preise zu staffeln.

„Endlich“, rufen Landessportbund-Chef Peter Hanisch und Politiker von CDU, Grüne und FDP. „Mit den Chipkarten und differenzierten Preisen belohnt man die Vielschwimmer“, sagt Hanisch. Andere Städte und das Freizeitzentrum Siemensstadt würden schon lange gute Erfahrungen machen mit elektronischen Geldkarten. So eine Modernisierung muss sein, meint Haushaltspolitiker Oliver Schruoffeneger von den Grünen. Auf den Chipkarten soll laut Lipinsky ein Guthaben gespeichert sein, das die Badegäste „abschwimmen“. Die Preise will der Bäderchef nach Aufenthaltsdauer staffeln, nach der Ausstattung der Bäder und nach der Tageszeit, zu der man schwimmt.

Die Fachleute seien sich einig, dass die Bäderbetriebe derzeit ineffektiv arbeiten, sagt PDS-Sportpolitiker Walter Kaczmarczyk, die Personalkosten seien zu hoch. Deshalb freut er sich über Lipinskys Plan, die Bäderbetriebe in eine GmbH oder in eine Stiftung zu verwandeln. Dann müssen die Angestellten in den Bädern nicht mehr nach Tarif bezahlt werden. Kaczmarczyk will Sportsenator Böger vorschlagen, für jedes Bad eine eigene Betreibergesellschaft zu gründen. Die könnte in der Hand von privaten Unternehmern sein oder mit Beteiligung des Bezirks oder von Vereinen. Der Grünen-Haushaltspolitiker Schruoffeneger will ganz privatisieren, die Betreibung der Bäder ausschreiben und fünfjährige Konzessionsverträge vergeben. clk

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