Boten-Meisterschaft : Hesse ist schnellster Bote Deutschlands

Der schnellste Bote Deutschlands kommt aus Hessen. Der 22-jährige Johannes Wennmeister aus Kassel hat beim Finale der ersten bundesweiten Meisterschaften der Branche in Berlin gesiegt.

Berlin - "Eigentlich wollte ich gar nicht in der letzten Disziplin starten, habe mich dann aber doch spontan dafür entschieden", sagte der 22-Jährige Johannes Wennmeister und setzte sich auch gleich erfolgreich gegen seine 17 Mitstreiter durch.

18,53 Minuten hat der Mann aus Kassel für den Fünfkilometer-Lauf durch den Berliner Tiergarten gebraucht. Fast die doppelte Zeit benötigte der letzte Starter für diese Strecke. Wennmeister trug mit dieser Leistung auch zum Gesamtsieg seiner Mannschaft bei. Fleurop konnte sich in allen drei Disziplinen an der Spitze behaupten.

Der erste Wettkampf hatte am vergangenen Samstag in Frankfurt am Main stattgefunden. Die 50 Stockwerke eines der höchsten Gebäude der Stadt mit insgesamt 1060 Stufen mussten die Boten dabei überwinden. Der Schnellste in dieser Disziplin war Florian Fink vom Fleurop-Team aus Bergisch-Gladbach. Auch hier konnte sich Wennmeister behaupten und belegte den zweiten Platz. Am Dienstag schwammen dann die Boten in Köln 750 Meter im Rhein. Dort siegte Jochen Kröger von Fleurop aus Crailsheim.

Prominente Unterstützung erhielten die Teilnehmer von Ex-Zehnkämpfer Frank Busemann. Für skurrile Wettkämpfe sei er immer zu haben, sagte er nach dem Lauf in der Hauptstadt.

Ein bisschen verspätet waren die 18 teilnehmenden Mannschaften um 12.15 Uhr vor dem Brandenburger Tor gestartet. Alle Boten mussten die Strecke mit ihrer Dienstkleidung und einer firmentypischen Sendung wie Blumen, Dokumente, Pakete bewältigen. Schwierigkeiten bereitete den Läufern der nasse Boden, schon am Start mussten sie die erste große Pfütze überwinden.

Der Kampfgeist der sportlichen Kuriere hat sich gelohnt. Zur Siegerehrung überreichte Frank Busemann die Pokale, alle Läufer erhielten außerdem eine Medaille zur Erinnerung und einen Blumenstrauß. "Im Vordergrund steht der Spaß, nicht der materielle Gewinn", sagt eine Sprecherin der Veranstalter. Nach dem erfolgreichen Verlauf der ersten Botenmeisterschaft wolle man über eine Fortsetzung im nächsten Jahr nachdenken, sagte der Vorstand der Fleurop AG, Nikolas Dörr nach dem Wettkampf. (Tina Bernstein, ddp)

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