Berlin : Botschafts-Kathedrale

Themen – Trends – Termine Geistliche Gesänge in der russischen Vertretung

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Felix andersrum. Der Club in der Behrenstraße 72 lädt am heutigen Mittwoch zu seiner ersten schwulen Party ein. „Superglam“ soll dort künftig jeden Mittwoch gefeiert werden. Gastgeberin ist Szenestar Nina Queer, die Musik steuert unter anderem DJ Divinity bei, eine Modenschau der Designer Kristian Kerner. Einlass ab 21 Uhr, die Show startet um 22 Uhr, Party ist ab 23.30. Der Eintritt kostet 5 Euro. Tsp

Familienkonzert. Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin gibt am 10. Februar um 16 Uhr in der Philharmonie ein Familienkonzert. Aufgeführt werden Werke von Händel und Elgar. Kartentelefon: 202 987 11. hema

Sie habe sich zu diesem Anlass ganz passend gekleidet, sagt die Sängerin Dagmar Frederic ganz in Schwarz und zeigt auf kleine Kreuze als Ohrgehänge – in der Russischen Botschaft Unter den Linden ging es in der Tat zunächst so feierlich zu, wie man es bei einem Konzert zur Woche der russischen geistlichen Kultur erwartet. Die acht Sänger des Chores der Synodalresidenz Seiner Heiligkeit des Patriarchen von Moskau und ganz Russland Alexej II. ernteten für ihre von vielen als sensationell empfundenen Darbietungen einen wahren Beifallssturm, allen voran der Bassist Waleri Chobukow. Man wähnte sich beim geistlichen Liedgut in einer Kathedrale, oder im Konzertsaal, wenn die berühmten „Wolgaschlepper“ vorüberzogen. Applaus vom Erzbischof von Deutschland, Feofan, und von Altbundespräsident Walter Scheel gleichermaßen. Botschafter Wladimir Kotenew sah in dem Abend einen „Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen aller Weltreligionen“, die russisch-orthodoxe Kirche will kein Museum sein, wie eine Präsentation moderner Kirchenkunst beweisen sollte. Maria Kotenewa, die Frau des Botschafters, zeigte beim gemütlichen Teil mit dem Ensemble „Otrada“ allen, wie man einen guten Kasatschok hinlegt. Für Thomas Roth, den Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, war der Abend „ein Stück Abschied und Zukunft zugleich“ – er berichtet ab 1. Mai aus Moskau „von einer sehr spannenden Zeit“. Lo.

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