Bounsprogramm Berlin : Ein Millionending auf dem Prüfstand

Bis zu 100000 Euro pro Schule - das Bonusprogramm ist richtig teuer. Jetzt wurde es ausgewertet.

Sylvia Vogt
Von dem Geld aus dem Bonusprogramm können Brennpunktschulen auch Bibliotheken oder Sprachkurse finanzieren.
Von dem Geld aus dem Bonusprogramm können Brennpunktschulen auch Bibliotheken oder Sprachkurse finanzieren.Foto: dpa

Das Programm

Seit 2014 gibt es in Berlin das Bonus-Programm für Schulen in schwieriger Lage. Schulen mit einem hohen Anteil an Kindern aus Familien, die von der Zuzahlung zu Lernmitteln befreit sind, bekommen bis zu 100 000 Euro im Jahr zusätzlich, die sie für Sozialarbeit, Projekte oder andere Förderangebote ausgegeben können. Das Programm geht auf die Initiative von SPD-Fraktionschef Raed Saleh zurück.

Die neue Studie

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) begleitet das Programm wissenschaftlich und hat 191 Schulleiter vier Monate nach dem Start befragt.

Erste Ergebnisse

Die Schulleiter bewerten das Programm insgesamt positiv und loben, dass dadurch die Eigenständigkeit der Schulen gestärkt werde. Die meisten verwenden das Geld für Kooperationen mit Trägern der Jugendhilfe, für Arbeitsgemeinschaften oder für die Schulhofgestaltung.

Mit dem Programm könnten Bildungschancen benachteiligter Kinder verbessert werden, meinen sie. Ansonsten äußern sich die Schulleiter eher verhalten, was den Erfolg angeht. Sie sind unter anderem skeptisch, ob die Zahl der Abbrecher damit gesenkt werden kann. Und sie bemängeln, dass der Verwaltungsaufwand hoch sei.

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