BRÄUCHE IN NICARAGUA : Weihnachten – ein opulenter Spaß

DAS FESTMAHL

Das Weihnachtsessen findet in Nicaragua am Heiligabend erst um 24 Uhr statt, die Kinder werden früh zu Bett geschickt und dürfen um Mitternacht wieder aufstehen. Dann gibt es die Geschenke und es wird so lange gegessen und gefeiert, bis alle Mitglieder der meist großen Familien in ihren Betten und Hängematten eingeschlafen sind. Um Mitternacht wird meist eine große gebratene Freilandhenne mit der Paprikapaste „Achiote“ serviert, außerdem „Nacatamal“, ein in ein Bananenblatt eingewickelter Maisbrei mit Gemüse und Fleisch. Das Huhn ist mit Karotten, Kartoffeln und grünen Bohnen gefüllt. Dazu trinkt man Punsch und isst zum Nachtisch die sogenannte „besoffene Torte“ mit Rum, Honig und Zimt.

DER SCHMUCK

Da im Dezember der nicaraguanische Sommer beginnt, ist die Dekoration sehr farbenfroh. Zum Fest werden die Häuser mit den Zweigen des Kaffeestrauches geschmückt, dessen Steinfrüchte verfärben sich von Grün über Gelb in leuchtendes Rot. Handgefertigte Krippen sind sehr beliebt. Sie werden aus Holz und Stroh gemacht, die Figuren aus rötlichem Ton. Meist sind die Gestalten und Gesichter etwas rundlicher. Sie sind ein Ausdruck von Fröhlichkeit und Natürlichkeit und müssen nicht perfekt sein. eve

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