Brandanschlag auf Bahnanlagen : Leichte Verspätungen auf den betroffenen Strecken

Unbekannte haben in Brandenburg Signalanlagen der Bahn beschädigt und so den Zugverkehr teilweise zum Erliegen gebracht. Inzwischen fahren die Züge wieder. Es muss jedoch weiter mit leichten Verspätungen gerechnet werden.

Nach den Brandanschlägen auf Bahnanlagen in Brandenburg hat sich der Verkehr wieder weitgehend normalisiert. Alle betroffenen Strecken seien wieder befahrbar, wie die Bahn mitteilte. Da jedoch noch Restarbeiten im Gange seien, könne es aber weiterhin zu kurzen Verpätungen kommen.

Unbekannte hatte am frühen Samstagmorgen drei Anschläge auf Signalanlagen der Deutschen Bahn verübt. Betroffen war nach Angaben des Unternehmens der Fern- und Regionalverkehr in Brandenburg. Es handele sich um "gezielte Brandstiftung", sagte ein Sprecher der Bundespolizei, und schloss nicht aus, dass die Straftaten einen Bezug zum Atommülltransport nach Gorleben an diesem Wochenende haben. Infolge der Anschläge kam es im Fern- und Regionalverkehr auf mehreren Strecken zu starken Beeinträchtigungen, wie der Bahnsprecher mitteilte.

Nach Angaben des Sprechers der Bundespolizei wurde bei den Löscharbeiten in den Orten Kerzendorf, Paulinenaue und Borkheide Brandbeschleuniger entdeckt. Ein Bekennerschreiben sei aber nicht gefunden worden. Auswirkungen auf den Atommülltransport hätten die Taten nicht. In Paulinenaue hat das LKA Brandenburg die Ermittlungen übernommen, in den anderen beiden Fällen die Bundespolizei.

Betroffen ist der Fernverkehr an der Strecke Hamburg-Berlin. Die Züge wurden über Stendal umgeleitet. Es müsse mit Verspätungen von rund 30 Minuten gerechnet werden, sagte der Sprecher. Die Regionalexpresslinie 4 von Wismar nach Luckenwalde war ebenfalls beeinträchtigt.  Auch die Regionalexpresslinie 7 von Wünsdorf/Waldstadt über Berlin nach Dessau war zwischen Beelitz-Heilstätten und Belzig betroffen. Auf beiden Linien musste mit Verspätungen von bis zu einer Stunde gerechnet werden.  (jg/ddp)

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