Brandanschlag : Berliner Polizei verstärkt Streifen

Nach dem Brandanschlag auf fünf Autos in Berlin-Tiergarten verstärkt die Polizei ihre Streifen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um Nachahmungstaten im Zusammenhang mit den Unruhen in Frankreich handelt.

Berlin - Das teilte ein Sprecher am Montag mit. «Die zusätzlichen Streifenfahrten sind eine Vorbeugemaßnahme.»

Unterdessen hat der Polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Es wird davon ausgegangen, dass die Autos von bislang unbekannten Tätern in der Nacht vorsätzlich angezündet wurden. Der Staatsschutz übernimmt die Ermittlungen, wenn bei Straftaten politische Hintergründe vermutet werden.

Hinweise zu den Brandstiftern liegen noch nicht vor. Es werde in alle Richtungen ermittelt, hieß es. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt unter der Nummer 4664 952120 entgegen. Auch jede Polizeidienststelle könne angerufen werden.

Im Stadtteil Moabit ging das erste Auto in der Quitzowstraße gegen 00.45 Uhr in Flammen auf. Zuletzt wurde gegen 03.25 Uhr ein brennender Wagen am Wikingerufer gemeldet. Verletzt wurde niemand. Drei Fahrzeuge wurden schwer beschädigt, zwei völlig zerstört.

Nach ersten Erkenntnissen sei ein Zusammenhang mit den Anschlägen in Frankreich eher unwahrscheinlich, weil der oder die Täter nicht am Tatort geblieben seien und sich sozusagen präsentiert hätten, hieß es bei der Polizei. Auch habe es keine Bekennerschreiben gegeben.

Die betroffenen Straßen liegen in einem der ärmeren Teile der Hauptstadt. In der Vergangenheit hatte es in Berlin rund um den 1. Mai wiederholt Brandanschläge auf Autos gegeben. Moabit war bisher kaum betroffen. (tso/dpa)

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