Berlin : Brandanschlag traf Porsche von Ex-Loveparade-Chef

Diesmal hat es einen Prominenten erwischt: Ralf Regitz, Ex-Veranstalter der Love Parade, fand seinen Porsche Cayenne Freitagmorgen nur noch als Wrack vor. Unbekannte hatten das Auto in der Nacht in der Zehdenicker Straße in Mitte angezündet. Es war bereits das 23. Auto, dass in diesem Januar in Flammen aufging. In fast allen Fällen ermittelt der Staatsschutz, weil die Polizei von politischen Motiven ausgeht.

In den Szenevierteln von Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Friedrichshain sind bislang die meisten Brandanschläge verübt worden. Auf der Internetseite www.brennende-autos.de sind die einzelnen Anschlagorte verzeichnet. Dort findet sich auch eine Statistik der betroffenen Automarken. Ganz oben steht Mercedes mit derzeit 53 verbrannten Fahrzeugen in den vergangenen Jahren.

Die Polizei hat noch keine Verdächtigen ermittelt. Es wird vermutet, dass Splittergruppen der linken Szene hinter den Anschlägen stecken. Mit dem Abfackeln von hochwertigen Autos versuchen sie, zahlungskräftige Mieter und Wohnungsbesitzer aus ihrem Kiez zu vertreiben. Vor wenigen Tagen musste ein Porschefahrer aus der Eldenaer Straße in Friedrichshain mitansehen, wie sein Auto niederbrannte. Das sei ein Schock gewesen, erzählt Harald-Fritz Goile. Trotzdem wolle er in Friedrichshain wohnen bleiben – „jetzt erst recht.“ loy

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