Brandenburg : 33 Millionen Euro für Denkmalerhaltung

Von Hoppegarten bis Kloster Zinna: 33 Millionen Euro wurden in Brandenburg für Denkmäler ausgegeben.

Auch die Sanierung der Galopprennbahn in Hoppegarten vor den Toren Berlins wurde gefördert.
Auch die Sanierung der Galopprennbahn in Hoppegarten vor den Toren Berlins wurde gefördert.Foto: picture-alliance / ZB

Das Land Brandenburg hat in diesem Jahr rund 33,3 Millionen Euro in die Denkmalerhaltung und den städtebaulichen Denkmalschutz investiert. Rund 12,3 Millionen Euro stellte das Kulturministerium zur Sanierung der Denkmäler zur Verfügung, weitere 21 Millionen Euro bewilligte das Infrastrukturministerium für die Erhaltung der historischen Stadtkerne, teilten beide Ministerien am Montag in Potsdam mit. Unterstützt wurden dabei Maßnahmen in 30 Kommunen wie die Sanierung der Schlosskirche in Altlandsberg (Landkreis Märkisch-Oderland) oder eines als Begegnungsstätte genutzten historischen Gebäudes in Lenzen (Landkreis Prignitz).

Die historischen Innenstädte hätten sich in den vergangenen 25 Jahren wieder zu lebendigen und unverwechselbaren Zentren entwickelt, sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD). Für 2016 bis 2019 seien bereits weitere 51 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel für den städtebaulichen Denkmalschutz bewilligt worden.

Planungssicherheit für Projekte

Die Städte hätten damit Planungssicherheit für anstehende Projekte. Kulturministerin Sabine Kunst (SPD) bezeichnete die zahlreichen Gutshäuser, Kirchen, Industriebauten und Wohnhäuser in der Mark als herausragende und einmalige Zeugnisse kultureller Vielfalt, Traditionen und Geschichte. Sie freue sich deshalb, dass 2015 erstmals zusätzliche Landesmittel zur Sicherung von bedrohten Denkmalen bereitgestellt werden konnten. „Damit können wir den Einsatz von Initiativen, Kirchengemeinden, Fördervereinen und Freiwilligen vor Ort wirksamer als bisher unterstützen“, betonte Kunst.

Gefördert wurde unter anderem die Sanierung der Borsighalle in Eberswalde, der Galopprennbahn Hoppegarten, des früheren königlichen Eisenhütten- und Hammerwerks in Peitz, der Klosterkirche Kloster Zinna oder der Förderbrücke F 60 in Lichterfeld. Für bedrohte Denkmale standen 250 000 Euro zur Verfügung, mit denen elf dringliche Projekte unterstützt wurden. Im nächsten Jahr stehen 500 000 Euro bereit.

Sanierung des historischen Baubestandes

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten erhielt rund 7,7 Millionen für den Erhalt ihrer rund 300 historischen Bauten, Anlagen und knapp 800 Hektar Gartenanlagen. Rund 451 000 Euro flossen an die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten für die Sanierung des historischen Baubestandes.

Mit rund 2,88 Millionen Euro wurden Kirchen und Religionsgemeinschaften bei der Sanierung von sakralen Gebäuden gefördert. Davon bekam allein etwa 1,61 Millionen Euro die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz für die Sanierung von 31 Kirchen. Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland erhielt rund 138 000 Euro für Baumittel. Rund 973 000 Euro gingen an den Brandenburger Dom. Die Katholische Kirche erhielt rund 90 000 Euro für vier Sanierungsprojekte. epd

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