Brandenburg : Dampfer von Hertha BSC geht auf Abschiedsfahrt

2017 kommt das Gründungsschiff nach Berlin. Derzeit schippert es in Wusterhausen/Dosse. Das Datum für die letzte Fahrt steht fest.

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Letzte Fahrt. Das Gründungsschiff der Hertha in Brandenburg. Foto: picture-alliance / ZB
Letzte Fahrt. Das Gründungsschiff der Hertha in Brandenburg.Foto: picture-alliance / ZB

Im Norden von Brandenburg schippert noch immer der „Hertha“-Dampfer übers Wasser der Kyritzer Seenkette; es ist das Gründungsschiff des Berliner Klubs, der im Sommer sein 125-jähriges Bestehen feiert – wie, das ist noch geheim, nur so viel: Es gibt ein „Festtagskommitee“, sagte Präsident Werner Gegenbauer. Man darf davon ausgehen, dass das Schiff darin eine Rolle spielt. Am Montagabend hieß es bei einer Mitgliederveranstaltung von Hertha: Im „Frühjahr“ wird es nach Berlin geholt. Details? Später (allerdings dauert die Debatte darum ja nun schon so viele Jahre, dass es auf die paar Tage auch nicht mehr draufankommt).

Und weil dieses Schiff für die Vereinsmitglieder (32.000 Menschen) einen gewissen Wert hat, machte auch prompt die zweite Nachricht die Runde: die von der „Abschiedsfahrt“ auf dem Klempowsee bei Wusterhausen/Dosse. „Es ist leider soweit und die Hertha will sich gebührend verabschieden“, teilte die Reederei via Facebook mit. „Der Termin für die letzte Fahrt bei Glühwein und Musik wird der 3. Advent am 11.Dezember 2016 sein.“ Es gibt nur 100 Tickets für die Fahrt von 13 bis 15.30 Uhr. Kontakt: "Reederei 5 Seen", 03398150978.

Hertha BSC: Mein Schiff, meine Lok, mein Flugzeug
Gestatten, das ist die olle Hertha. 22 Meter lang, ein Kahn voller Geschichte. 1886 wurde das Schiff zu Wasser gelassen. Foto: dpaWeitere Bilder anzeigen
1 von 18Foto: dpa
21.07.2017 09:15Gestatten, das ist die olle Hertha. 22 Meter lang, ein Kahn voller Geschichte. 1886 wurde das Schiff zu Wasser gelassen.

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Lesen Sie mehr im Tagesspiegel, I.: Mein Hertha-Dampfer, meine Hertha-Lok, meine Hertha-Airbus ... wo noch so das Logo drauf zu sehen war.

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Lesen Sie mehr im Tagesspiegel, II: Ein Besuch in Brandenburg. Irgendwo hier muss der alte Kahn liegen. Am Laternenmast pappt ein Aufkleber der Hertha-Ultras, da endlich ist der Anleger im Schilf zu erkennen: Das Geländer ist blau und weiß lackiert, wie die Vereinsfarben von Hertha BSC. Nur: Wo ist das Schiff? „Die Hertha liegt da drüben“, sagt ein Fußgänger, ziemlich gelangweilt übrigens, und deutet einmal quer über den Klempowsee, „andere Uferseite“.

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