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Brandenburg/Havel : Pädophiler aus Brandenburg in geschlossener Psychiatrie

Der vorbestrafte Pädophile , der in Brandenburg/Havel mehrere Kinder angesprochen hatte und in seine Wohnung locken wollte, sitzt mittlerweile in der Psychiatrie. Er hatte offenbar Suizidgedanken.

Katharina Wiechers
Der pädophile Mann beobachtete die Kinder von seinem Fenster aus und machte Fotos.
Der pädophile Mann beobachtete die Kinder von seinem Fenster aus und machte Fotos.Foto: dpa

Der gesuchte pädophile Mann aus Brandenburg/Havel ist nun in einer geschlossenen Psychiatrie. Nach Tagesspiegel-Informationen hatte der 45-Jährige am Samstag die Polizei gerufen und Suizidabsichten geäußert. Daraufhin brachte ein Krankenwagen ihn in eine psychiatrische Klinik. Der sexuell kranke Mann war damit einverstanden.

Der Mann aus dem Rhein-Main-Gebiet lebt seit Februar in Brandenburg/Havel und hat dort sowie in Potsdam bereits mehrere Kinder angesprochen. Die Polizei ermittelt seit Mitte Juli wegen Nachstellung gegen ihn, wie ein Sprecher der Polizeidirektion West am Dienstag sagte. Freimütig hatte der Mann erzählt, dass er schon seit Monaten einen Fünfjährigen umgarne und versuche, ihn in seine Wohnung zu locken. Er habe ihn bereits mehrmals geküsst und umarmt.

Heimliche Briefchen an einen Fünfjährigen

Der „Berliner Kurier“ veröffentlichte nun einige Zettel, die der Mann einem Fünfjährigen in den Briefkasten oder ans Fahrrad steckte. „Mein lieber Schnucki und sehr guter Freund“, spricht er den Jungen darin an und beklagt sich, dass er ihn „aufgeben“ müsse, da seine Mutter das wolle. Er sei sehr traurig und bitte um Verzeihung. „Deine Mutter verbot mir, mich persönlich von dir zu verabschieden“, steht dort in krakeliger Schrift. Der Zettel datiert vom 14. Juli. In einem Brief, der laut „Kurier“ von Anfang Juli stammt, schreibt er, dass er plane, mit dem Fünfjährigen und anderen Kindern „aus BRB Potsdam u. Berlin eine sexuelle Beziehung zu führen“. Auch gibt er freimütig zu, ein Foto von dem Jungen gemacht zu haben, allerdings angezogen.

Polizei war bislang relativ machtlos

In Frankfurt am Main hatte der angeblich drogensüchtige Mann sieben Monate wegen der Verbreitung von Kinderpornografie im Gefängnis gesessen, bevor er nach Brandenburg kam. Vom Gericht hatte er keine Führungsauflagen bekommen, so dass die Polizei bislang relativ machtlos war. Mittlerweile hat der Mann aber ein Kontaktverbot zu Kindern unter 14 Jahren, das den Angaben zufolge polizeilich überwacht wird. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft Cottbus wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften gegen den Mann, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft dem Tagesspiegel bestätigte.

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