Brandenburg : Positive Entwicklung der Unfallzahlen

Auf Brandenburgs Straßen ereignen sich weniger Verkehrsunfälle. Nach vorläufigen Angaben der Polizei sei die Zahl der Unfälle von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 61.476 gesunken.

Potsdam - Die Zahl der Verletzten sank um 6,6 Prozent auf 7383, die Zahl der Toten um fünf Prozent auf 191, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Allerdings registrierte die Polizei zugleich einen Anstieg bei den Unfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit - und zwar um 15,2 Prozent auf 5170. Dabei wuchs die Zahl der Todesopfer um 21,7 Prozent auf 84. Damit war fast jeder zweite Verkehrstote Opfer eines Rasers, wie Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) betonte. Die Zahl der Verletzten stieg von 1715 auf 1824.

Als Unfallschwerpunkt gelten weiterhin die Autobahnen. Dort wuchs die Zahl der Unfälle in den ersten drei Quartalen um 1,8 Prozent auf 4935. Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden stieg um 8,1 Prozent auf 625. Es gab 35 und damit drei Todesopfer mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verletzten stieg von 934 auf 988.

Schönbohm betonte, die Polizei reagiere gezielt auf diese Entwicklungen. Die Bilanz unterstreiche die Notwendigkeit strikter Kontrollen. Der Minister rief die Verkehrsteilnehmer zu einem "deutlich rücksichtsvollerem Verhalten" und einer strikten Beachtung der Verkehrsregeln auf.

Im gesamten Jahr 2005 wurden in Brandenburg bei 85.298 Unfällen 270 Menschen getötet und 12.916 Personen verletzt. (tso/ddp)

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