Brandenburger AfD : Alexander Gauland will für den Bundestag kandidieren

Vor Wochen schloss der Brandenburger AfD-Landesvorsitzende eine Kandidatur in Frankfurt (Oder) noch aus. Nun hat er es sich anders überlegt.

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SA

Der brandenburgische AfD-Chef Alexander Gauland will für den Bundestag kandidieren - in Frankfurt (Oder). Foto: Kai-Uwe Heinrich
Der brandenburgische AfD-Chef Alexander Gauland will für den Bundestag kandidieren - in Frankfurt (Oder).Foto: Kai-Uwe Heinrich

Der Brandenburger AfD-Landeschef und Bundesvize Alexander Gauland wird 2017 für den Bundestag kandidieren. Der 70-Jährige wird "als Direktkandidat im Wahlkreis 63 Frankfurt (Oder)-Oder-Spree" antreten, teilte die von Gauland geführte AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag am Wochenende über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Noch am 27. September 2016 hatte Gauland, der in Potsdam lebt, auf einer AfD-Pressekonferenz im Landtag eine Kandidatur in der Oderstadt ausgeschlossen.

"Das ist auch so ein Blödsinn, den irgendjemand aufgebracht hat: Warum soll ich nach Frankfurt (Oder) gehen? ... Es ist doch völlig falsch und unauthentisch, wenn ich plötzlich den Bürgern von Frankfurt (Oder) sagen würde, ich würde sie gerne vertreten. Wo ich wahrscheinlich noch nicht einmal die Hauptstraße mit Namen kenne." Er würde das "niemals tun".

Gauland machte Entscheidung von seinem Gesundheitszustand abhängig

Damals ließ Gauland offen, ob er zur Bundestagswahl 2017 in Potsdam antritt. Die Entscheidung hatte Gauland, der 2015 über Wochen krankheitsbedingt ausgefallen war, damals von seinem Gesundheitszustand abhängig gemacht - und für Frühjahr 2017 angekündigt. "Dann werde ich entscheiden, ob ich auch gesundheitlich in der Lage bin, die Aufgabe zu erfüllen."

In Potsdam wäre Gauland allerdings in Konkurrenz zur CDU-Direktkandidatin und früheren Landesvorsitzend Saskia Ludwig angetreten, die als Merkel-Kritikerin gilt, für ein strukturkonservatives Profil der Union steht und ähnliche Positionen wie er vertritt. Gauland hatte vor einigen Monaten im Fernsehen bestritten, Angela Merkel auf einer Kundgebung als Kanzlerdiktatorin bezeichnet zu haben, was dann ein Mitschnitt widerlegte.

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