Brandgefahr in Berlin-Mitte : Grillverbot im Monbijoupark

Ärger ums Grillen gibt es schon lange im Monbijoupark in Mitte. Jetzt greift das Bezirksamt durch und untersagt das Ganze. Im Park gab es immer wieder Ärger mit aggressiven Besuchern, weshalb sich sogar das Ordnungsamt nur noch mit Verstärkung hinein traut - diese Besucher sind aber nicht der Grund für das Grillverbot.

Trockenrasen. Trotz ein paar Regengüssen ist das Grün ausgedörrt im Monbijoupark. Das Grillen wird dem Bezirksamt nun zu heiß.
Trockenrasen. Trotz ein paar Regengüssen ist das Grün ausgedörrt im Monbijoupark. Das Grillen wird dem Bezirksamt nun zu heiß.Foto: Mike Wollf

Schlechte Aussichten für ein Picknick bei Bratwurst und Steak in Mitte: Das Bezirksamt hat für den Monbijoupark ein Grillverbot verhängt. Ursache ist allerdings nicht der fortlaufende Ärger mit aggressiven Parkbesuchern, sondern die Brandgefahr durch die Trockenheit, teilte Mittes Ordnungsstadtrat Carsten Spallek (CDU). Die Gefahren durch offenes Feuer sind für Menschen, Tiere, Natur und Sachgüter bei dieser Wetterlage unkalkulierbar. Die Gefahrenabwehr muss daher Vorrang vor den "Grillfreuden" Einzelner haben.

Bereits in den zurückliegenden Wochen musste die Feuerwehr mehrfach zum beliebten Park anrücken, um brennende Abfallcontainer oder Rasenflächen zu löschen, sagte Spallek weiter. Erschwerend kommt hinzu, dass die automatische Bewässerungsanlage nicht funktioniert – sie wurde nach Angaben des Stadtrats mutwillig beschädigt.

Spallek betonte, dass das Verbot kein „schleichender Einstieg“ in eine grillfreie Zone im Monbijoupark bedeute. Trotzdem werde das Ordnungsamt nun verstärkt mit Polizeiunterstützung das Grillverbot kontrollieren. Der Monbijoupark war die letzte Fläche im Bezirk, auf der die Behörden das Brutzeln noch erlaubt hatten. (Tsp)

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