Berlin : Brandheiße Zeitung

Beatrix Schnippenkoetter gestaltete zur „Magistrale“ den Tagesspiegel-Laden

Aus der Ferne betrachtet sah es aus, als würde die Tagesspiegel-Geschäftsstelle an der Potsdamer Straße dicht gemacht. Sperrholzplatten waren hinter die Schaufenster geklemmt. Doch wer herantrat, entdeckte ein überdimensionales Kunstwerk unter dem Motto „Brandheiß“.

Mit dem Lötkolben hatte die Künstlerin und Tagesspiegel-Autorin Beatrix Schnippenkoetter zur „Magistrale“Kunstnacht am Wochenende auf der Potsdamer Straße Bilder und Schlagzeilen ins Holz gebrannt, die im Sommer 2008 in dieser Zeitung erschienen sind.

Rund 100 Künstler stellten in 50 Läden aus, Beatrix Schnippenkoetter verlieh der Geschäftsstelle des Tagesspiegels ein ungewöhnliches Aussehen und gab der „flüchtigen Zeitung“ damit die Ehre, mal dauerhafter zu sein. „In diese Holzplatten“, sagt sie, „lässt sich kein Fisch einwickeln.“ Die eingebrannten Linien zeigen Details aus Kriegsfotos und Sportbildern, Schnipsel aus Schlagzeilen und Textpassagen und „führen das Zeitungspapier in seinen hölzernen Urzustand zurück“.

Beatrix Schnippenkoetter betreut den Fragebogen auf der Kinderseite des Tagesspiegels sowie die Rubrik „Was ich mag“ in der Sonntagsbeilage. CS

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