Berlin : Brandsätze entdeckt: „Wal-Mart“ evakuiert

NAME

Großeinsatz der Berliner Polizei im „Wal-Mart“ in Neukölln: In dem zu einer amerikanischen Kette gehörenden Supermarkt an der Karl-Marx-Straße wurden gestern am späten Nachmittag zwei Brandsätze entdeckt. Wie der Lagedienst der Polizei auf Anfrage mitteilte, wurde der Supermarkt sicherheitshalber evakuiert. Unzählige Kunden und Mitarbeiter mussten das Haus so schnell wie möglich verlassen. Experten der Polizei suchten das Gelände noch in der Nacht zu heute nach weiteren Brandsätzen ab, hieß es bei der Polizei weiter.

Mitarbeiter hatten verdächtige Keksdosen entdeckt, eine davon in der Bettenabteilung. In einer anderen Abteilung des Warenhauses wurde eine weitere verdächtige Dose gefunden, die die Angestellten sicherheitshalber vor die Tür brachten. Sprengstoffexperten wiesen Brandsätze, also selbst entzündliches Material, in den verdächtigen Keksdosen nach. Jetzt ermittelt die Kripo.

Ob der Vorfall in Zusammenhang mit dem Berlin-Besuch des amerikanischen Präsidenten Bush steht, war gestern nicht zu klären. Innensenator Körting besichtigte noch in der Nacht den Ort des Geschehens, hieß es bei der Polizei.

Die Karl-Marx-Straße blieb nach der Meldung um 18.45 Uhr bis Redaktionsschluss für den Verkehr gesperrt, Polizisten hatten die Hauptverkehrsader zwischen Saale- und Silbersteinstraße abgeriegelt, also über eine Distanz von rund 200 Metern.

Die „Wal-Mart“-Kette hat sich vor allem durch die Beteiligung der Belegschaft am Verkaufswesen und durch einen nach amerikanischem Vorbild freundlichen Umgangston einen n gemacht. Zum Angebot von „Wal-Mart“ gehören neben Lebensmitteln unter anderem auch Schreibwaren, Schuhe und Textilien sowie Haushaltswaren und Baumarktprodukte. kög

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben